WLAN für die Mescheder Innenstadt

25 Router sind bereits in der Innenstadt aufgestellt, sie decken ein Drittel der Fußgängerzone ab – vom Kaiser-Otto-Platz bis zum Bahnhof und eingangs der Lagerstraße.
25 Router sind bereits in der Innenstadt aufgestellt, sie decken ein Drittel der Fußgängerzone ab – vom Kaiser-Otto-Platz bis zum Bahnhof und eingangs der Lagerstraße.
Foto: Bastian Haumann / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Flächendeckend soll die Mescheder Innenstadt ein kostenloses WLAN-Netz bekommen. Bürgerstiftung, Kaufleute, Stadtmarketing und Freifunker arbeiten für das Projekt zusammen. 25 Router sind schon installiert.

Meschede.. Die Mescheder Innenstadt soll flächendeckend ein kostenloses WLAN-Netz bekommen – und das möglichst schnell. Darauf haben sich Einzelhändler, die Initiative „Freifunk Meschede“, das Stadtmarketing und die Bürgerstiftung Meschede verständigt. Bereits heute treffen sich die Beteiligten, um abzuklären, wo derzeit noch „schwarze Löcher“ sind, also unversorgte Flächen. Dort sollen dann weitere Router aufgestellt werden.

Freifunker übernehmen Anschlüsse

25 Router sind bereits in der Innenstadt aufgestellt, sie decken ein Drittel der Fußgängerzone ab – vom Kaiser-Otto-Platz bis zum Bahnhof und eingangs der Lagerstraße. Aus Reihen der Einzelhändler, die sich am Montag zum Stammtisch trafen, wurden schon weitere neun, zehn Router zugesagt. Für City-Managerin Christina Henke gehört das kostenlose WLAN-Netz zum Serviceangebot einer Stadt dazu: „WLAN ist ein weiterer weicher Standortfaktor“ – „es hilft, die Aufenthaltsdauer zu erhöhen“. Sie denkt dabei insbesondere als Zielgruppen an junge Leute und an Touristen, die auf ein kostenloses Netz angewiesen sind.

Federführend in dem Projekt wird die Bürgerstiftung: „Wir führen alle Akteure zusammen“, verspricht Vorsitzende Monika Brunert-Jetter. Die Stiftung bürgt mit ihrem Namen dafür, dass alles gesetzeskonform zugeht. Die erforderlichen Router, die die Geschäftsleute kaufen, kosten zwischen 25 und 30 Euro das Stück. Meschedes Freifunker übernehmen den Anschluss und die Konfiguration der Geräte.

Fernab vom Internetzugang

Auch die Bürgerstiftung sieht in einer WLAN-Versorgung einen Imagegewinn für Meschede. Die Stiftung will ihrerseits die Finanzierung für zwei technisch anspruchsvollere Probleme übernehmen. So hat zwar der Ausbau des innerstädtischen WLAN-Netzes Priorität, aber um eine Rundumversorgung junger Leute zu erreichen, sollen auch das Schwimmbad und die Badebucht am Hennesee aufgenommen werden – beide sind aber fernab von einem Internetanschluss. Beim Schwimmbad sei man bereits im Gespräch mit der Stadtverwaltung, so Brunert-Jetter – eine Lösung soll „relativ zeitnah“, noch rechtzeitig zum Start der Badesaison kommen. Komplizierter werde es in der Badebucht, dort soll es mittelfristig eine Lösung geben: Wir werden das peu à peu ausbauen.“ Auch in den Dörfern kann sich Brunert-Jetter kostenloses WLAN vorstellen: „Wenn die Ortsvorsteher das wollen, können sie sich bei uns melden.“