„Wir suchen lieber einmal zu oft als zu wenig“

1 Für eine Stirnlampe eine solche Großaktion. Muss das sein?

Die Frage stellt sich in der Form für die Polizei nicht. Das Leben und die Gesundheit eines Menschen sind die höchsten Schutzgüter, die unsere Gesellschaft kennt. Und es war nicht auszuschließen, dass dem Träger etwas in unmittelbarer Nähe zur Ruhr passiert ist.

2 Wer entscheidet über einen solchen
Einsatz?

Grundsätzlich sammeln die Kolleginnen und Kollegen vor Ort alle verfügbaren Informationen. Dann entscheidet ein Dienstgruppenleiter der jeweiligen Polizeiwache oder ein Dienstgruppenleiter der Leitstelle über das weitere Vorgehen.

Je nachdem, wie sich die Situation entwickelt, wird dann neu entschieden. Wenn es konkret um vermisste Menschen geht, ist die Kriminalpolizei federführend.

3 Im Internet wurde
geunkt, ob Feuerwehr oder Polizei demnächst auch für einen verlorenen Schuh ausrücken?

Ergibt sich aus dem gefundenen Schuh die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls, eines Suizids oder einer Straftat, so werden auch in diesen Fällen entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Wir suchen lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig. Ich glaube nicht, dass es bei der Feuerwehr oder in unseren Reihen eine Stimme geben wird, die diese Suchmaßnahmen missbilligt.