Wintermärchen ist in Erfüllung gegangen

Eversberg..  Wintersport – das ist ein Hobby für die ganze Familie. Und wenn man dann noch im Sauerland wohnt... „Wir nutzen das Winterwetter in vollen Zügen,“ erzählt Heike Wegener. „Es gibt kaum einen Tag, an dem unsere Kinder nicht auf der Skipiste sind.“ Denn durch das zuletzt konstante Winterwetter war sogar für einige Tage der heimische Skilift in Eversberg in Betrieb. Tochter Ellen (13) und Sohn Eric (10) genossen dort jede freie Minute.

Die ganze Familie Wegener ist mittlerweile skibegeistert. Heike Wegener fuhr schon als Kind und hat ihre Leidenschaft auf ihre eigenen Kinder übertragen. Ellen stand mit fünfeinhalb Jahren und Eric bereits schon mit viereinhalb Jahren zum ersten Mal auf Skiern.

Ellen kann sich noch daran erinnern, als sie das erste Mal an der Hunau in Bödefeld liften durfte. „Ich war ungeduldig und das Hochlaufen war so anstrengend“, stöhnt sie. Eric war vom Skifahren erst gar nicht angetan, zu kalt, zu anstrengend, doch die Überredungskünste von Vater Michael brachten schließlich Erfolg. Beide Eltern stimmen überein: „Heute können unsere Kinder nicht genug bekommen!“ Heike Wegener lacht, als sie von der Skipremiere ihres Mannes erzählt: „Er war mit 36 Jahren ein Späteinsteiger.“ Der so Angesprochene schmunzelt ebenfalls: „Ich hatte die Wahl: Beim Skifahren einzusteigen oder bei Getränken in der Skihütte zu sitzen und zu warten.“ Letztlich habe er sich doch auf die Piste gewagt.

Regelmäßig, oftmals über Silvester oder Ostern, fährt die Familie in den Skiurlaub, allein oder mit der Skisportabteilung des TV Eversberg. Denn Garantie für einen schneereichen Winter im Sauerland gibt es ja leider nicht. Dann zieht es die aktiven Wintersportler nach Österreich, ins Stubaital, ins Hochzillertal oder in den Schwarzwald.

Slalom- und Renntraining

Liegt Schnee im Sauerland, wedeln die Wegeners die Skipisten in Bödefeld, Winterberg, Gellinghausen und natürlich bei ausreichend Schnee im heimischen Eversberg hinunter. Die Geschwister nehmen samstags und sonntags am Skitraining der DSV-Skischule Eversberg teil. Dort geht es bei ihnen um Technikverbesserung sowie Slalom- und Renntraining. Außerdem stehen soziale Fähigkeiten auf dem Plan. Ellen ist motiviert: „Wir helfen jüngeren Skischülern, um später selbst Skilehrer zu werden.“

Bei der Auswahl des Skiliftes achten die Wegener auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Und familienfreundlich sollte es sein. „Denn schließlich handelt es sich nicht gerade um ein kostengünstiges Hobby“, gibt Michael Wegener zu Bedenken. Es fallen Kosten für die Liftkarte und für eine Skiausrüstung an, bestehend aus Helm, Skiern, Schuhen, Stöcken, Rückenprotektor und wetterfester Skikleidung.

Dass mit der Ausübung einer solchen Sportart auch Risiken einhergehen, sehen die Wegeners gelassen. Eric erlitt im Skiurlaub 2012 einen Schienbeinbruch. Heute kann er darüber lachen: „Ich bin vor eine Pistenbegrenzung gefahren. Neben dem Schienbeinbruch habe ich auch einen Zahn verloren.“ Er grinst: „Aber auch das Pistenschild ist zu Bruch gegangen.“ Angst hatte er danach aber nicht, wieder auf die Ski zu gehen.

Die Wegeners gehören auf den Pisten an einem klassischen Wintersporttag zum harten Kern. „Wir sind morgens früh die Ersten und abends spät die Letzten auf der Piste“, sagt Heike Wegener. Für die Eltern gibt es an so einem Tag wenig Pausen, aber dennoch ist es entspannt. Denn die Kinder sind mittlerweile groß genug, um alleine vorweg zu fahren.

Die Familie ist überzeugt von ihrem Hobby: „Skifahren kann grundsätzlich jeder lernen“, sagt Michael Wegener und Tochter Ellen ergänzt: „Geduld und Willensstärke gehören aber dazu.“