Willkommen in der Traumwelt!
22.10.2012 | 17:41 Uhr 2012-10-22T17:41:00+0200
Bestwig. 70 Zentimeter Schnee, Temperaturen von minus 13 Grad Celsius und eisiger Wind -- ideale Bedingungen für die Dreharbeiten eines Fantasy-Films sehen wahrlich anders aus. „Das war schon eine Herausforderung auf dem Stüppelberg“, sagt Patrick Tussnat und lächelt schelmisch. Es scheinen aber genau solche Herausforderungen zu sein, die er liebt.
70 Zentimeter Schnee, Temperaturen von minus 13 Grad Celsius und eisiger Wind -- ideale Bedingungen für die Dreharbeiten eines Fantasy-Films sehen wahrlich anders aus. „Das war schon eine Herausforderung auf dem Stüppelberg“, sagt Patrick Tussnat und lächelt schelmisch. Es scheinen aber genau solche Herausforderungen zu sein, die er liebt.
Tussnat ist Initiator und Regisseur des Films „Melphatria - Die Prophezeiungen von Aronn“. Und Tussnat ist Sohn einer Mutter, die ihn zwischenzeitlich für verrückt erklärt hat. „Das muss für sie schon komisch ausgesehen haben, als ich mich mit Bergen von Stoff Zuhause an ihre Nähmaschine gesetzt habe, um die Kostüme zu fertigen“, gibt er zu. Am Ende haben sich Tussnats Eltern aber über gar nichts mehr gewundert. Selbst nicht, als er seinen Kleiderschrank mit Dämm-Material ausgeschlagen hat. „Irgendwo mussten wir den Film ja nachvertonen“, sagt Tussnat.
Entstanden ist der 40-Minuten-Streifen „Melphatria“ mit einfachsten technischen Mitteln und ohne Budget - dafür aber mit enorm viel Aufwand. Und genau deshalb braucht der Kurzfilm am Ende keinen Vergleich mit teuren Profi-Produktionen zu scheuen: Beeindruckende Bilder vom verschneiten Stüppelberg, eigens komponierte Musik, die unter die Haut geht und eine Geschichte, die all jenen Mut machen soll, die einen geliebten Menschen verloren haben. Zwei Jahre hat Tussnat gemeinsam mit seinem 25-köpfigen Team an „Melphatria“ gearbeitet (wir berichteten mehrfach). Jetzt fiebert die gesamte Crew nur noch der Premiere im Bestwiger Rathaus entgegen.
Die Uraufführung findet in Kooperation mit dem Bestwiger Verein „Kultur pur“ statt. „Als wir damals in der Westfalenpost von dem Projekt erfahren haben, stand bei uns sehr schnell der Entschluss fest, dass wir so etwas gern unterstützen möchten“, sagt Burkhard Föckeler. Schließlich habe sich der Verein vor 22 Jahren gegründet, um regionalen Künstlern eine Plattform zu bieten.
Entsprechend wird sich der große Saal des Bestwiger Rathauses am Samstag, 27. Oktober, in ein Kino verwandeln. Während des Einlasses zwischen 19 und 20 Uhr sorgt das Duo Anna Feldmann und Stefan Burmann mit Gitarren-Musik und Gesang für den musikalischen Rahmen. Zwischen 20 und 20.40 Uhr wird den Besuchern dann zunächst ein Einblick in die Arbeit des „Melphatria-Teams“ gewährt, bevor sie den Film zu sehen bekommen. Am Ende stehen Schauspieler und Produktionsteam für Fragen und Autogrammwünsche zur Verfügung. Für Musik sorgt während der Veranstaltung die Band „Scherbenwelt“.
Der Eintritt ist frei. „Willkommen ist jeder, der Melphatria sehen und uns kennen lernen möchte“, sagt Patrick Tussnat. „Bei uns dürfen die Gäste sogar über den gleichen roten Teppich laufen, wie die Schauspieler“.
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