Werben für Standort Meschede

Der Landesbetrieb Straßenbau am Lanfertsweg in Meschede.
Der Landesbetrieb Straßenbau am Lanfertsweg in Meschede.
Foto: WR
Was wir bereits wissen
Landrat Dr. Karl Schneider, der CDU-Abgeordnete Matthias Kerkhoff und Bürgermeister Uli Hess werben für Meschede als Behördensitz des Landesbetriebs Straßenbau. Wie berichtet, sind Umstrukturierungen geplant.

Meschede..  Jetzt bringt sich die Politik in die Debatte über die Zukunft des Landesbetriebs Straßenbau ein. Wie unsere Zeitung berichtete, plant das Land Nordrhein-Westfalen, die Behörde umzustrukturieren. Meschede, Netphen/Hagen und Bielefeld sollen zu einer Region zusammengefasst werden. Meschede könnte dadurch den Behördensitz verlieren - oder für die Großregion zuständig werden.

Landrat Dr. Karl Schneider und Bürgermeister Uli Hess haben in einer gemeinsamen Stellungnahme reagiert. Sie fordern eine Diskussion „mit der Region“ über die Zukunft des Straßenbaus. Dabei müsse die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes im Vordergrund stehen, betonte Landrat Dr. Karl Schneider: „Sowohl für die Bürgerinnen und Bürger wie auch für die Wirtschaft ist dies von herausragender Bedeutung - gerade im ländlichen Raum.“ Es sei deshalb nicht sinnvoll, in einer Debatte das Ziel schon an den Beginn zu stellen, so Bürgermeister Uli Hess: „Vor allem brauchen wir in der Region eine leistungsfähige Straßenbauverwaltung - künftige Strukturen müssen sich daran ausrichten, wie dieses Ziel zu erreichen ist.“

Wichtig sei ein offener Austausch mit Akteuren vor Ort, betonen Landrat und Bürgermeister - „und zwar, bevor Entscheidungen gefallen sind.“ Sowohl der Hochsauerlandkreis als auch die Stadt Meschede stünden für einen Dialog bereit. Sollte am Ende tatsächlich eine neue Großregion aus den drei bisherigen Niederlassungen des Landesbetriebs Straßenbau stehen, böte sich Meschede als Leitungssitz an: „Die Stadt befindet sich im Zentrum der drei Regionalniederlassungen“, betont Bürgermeister Hess, „so wäre ein Mindestmaß an kurzen Wegen auch in die Peripherie-Bereiche Ostwestfalen und Siegen-Wittgenstein gewährleistet.“

Brief an den Minister

Auch der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff reagierte auf unsere Berichterstattung mit einem Brief an Verkehrsminister Michael Groschek (SPD). „Der Bau, die Unterhaltung und die Planung von Straßen finden immer vor Ort statt. Deshalb halte ich Ortskenntnis, das Wissen um regionsspezifische Besonderheiten und die Ansprechbarkeit von Verantwortungsträgern für unerlässlich“, heißt es darin. Auch er fordert einen Dialog mit den Regionen und Kommunen. Zugleich wies Kerkhoff auf die geografisch günstige Lage der Stadt Meschede als Hauptsitz hin: „Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass Meschede ideal inmitten des Gebiets liegt.“