Wenne-Radweg ab Freitag wieder komplett freigegeben

Die Nordschleife zwischen Wennemen und Eslohe ist nun wieder auf der gesamten Strecke für die Radler freigegeben. Der Radweg auf der alten Bahntrasse war im Juli 2014 nach einem tödlichen Verkehrsunfall  gesperrt worden.
Die Nordschleife zwischen Wennemen und Eslohe ist nun wieder auf der gesamten Strecke für die Radler freigegeben. Der Radweg auf der alten Bahntrasse war im Juli 2014 nach einem tödlichen Verkehrsunfall gesperrt worden.
Foto: Stefan Pieper
Was wir bereits wissen
Ein Jahr nach dem tödlichen Unfall auf dem Radweg zwischen Wennemen und Eslohe darf ab dem heutigen Freitag auf der so genannten Nordschleife wieder geradelt werden.

Wennemen/Berge..  Ein Jahr nach dem tödlichen Unfall auf dem Radweg zwischen Wennemen und Eslohe darf ab dem heutigen Freitag auf der so genannten Nordschleife wieder geradelt werden. Die Freigabe durch den Landesbetrieb Straßenbau hat deutlich länger gedauert als ursprünglich geplant und insgesamt 680 000 Euro gekostet.

Im Juli des vergangenen Jahres war auf dem Radweg ein 66-jähriger Radfahrer bei einem Unfall mit einem umgestürzten Baum ums Leben gekommen. Noch ist nicht abschließend geklärt, ob der Baum schon umgefallen war, und der Radfahrer in ihn hineinrutschte, oder ob er vom Baum erschlagen wurde.

Baum war morsch

Klar scheint allerdings, dass der Baum morsch war. Im Anschluss hatte der Landesbetrieb Straßenbau, der für den Geh- und Radweg auf der ehemaligen Eisenbahntrasse zuständig ist, den Weg gesperrt und die gesamte, rund elf Kilometer, lange Strecke bis Februar 2015 durchforsten lassen. Auch die Anlieger waren aufgefordert, ihren Baumbestand in Augenschein zu nehmen. Anschließend hatte ein Gutachter erklärt, dass auch noch eine Hangsicherung erfolgen müsste, da die Gefahr bestünde, dass von den jetzt kahlen Felsböschungen Gesteinsbrocken auf den Weg hin­abstürzen. Die Mittel dafür mussten beantragt, die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben werden. Die Spezialfirma begann im April mit ihrer Arbeit. Sie sicherte fünf Felsböschungen zusätzlich mit einem Stahldrahtgeflecht.

Nach der Teilfreigabe des Radwegabschnitts zwischen Wennemen und Berge am 13. Mai sind nun auch die aufwendigen Sicherungsarbeiten an den Felsböschungen zwischen Berge und Eslohe „Wenner Stich“ abgeschlossen.

Zufrieden damit, dass der Radweg den Freizeitsportlern wieder zur Verfügung steht, ist auch die Touristische Arbeitsgemeinschaft rund um den Hennesee (TAG). „Hier haben immer wieder Radler angerufen, die wissen wollten, ob die Strecke befahrbar“, sagt Anja Busch von der TAG. „Und die waren enttäuscht, wenn wir ihnen sagen mussten, dass sie die elf Kilometer umfahren mussten.“