Wenholthausen wird zum Luftkurort

Foto: Jürgen Kortmann
Was wir bereits wissen
Ihr nächstes Schützenfest dürften die Hölter bereits als Luftkurort feiern.

Wenholthausen..  Glückwunsch nach Wenholthausen! Was für eine gute Nachricht: Die zuletzt größte Hürde auf dem Weg vom Erholungsort zur staatlichen Anerkennung als Luftkurort ist überwunden: Ein Gutachten bescheinigt dem Dorf saubere Luft, keine Schadstoffe und eine hervorragende Qualität.

Eslohes Bürgermeister Stephan Kersting freut sich schon auf die Anerkennung. Für ihn ist das „nur noch eine Frage von Wochen“. Touristisch werde die Höherstufung Wenholthausen „noch einmal einen Schub geben“.

Allerletzte Frage klären

Am Montag (18 Uhr, Rathaus Eslohe) befasst sich der Ausschuss für Feuerwehr, öffentliche Ordnung und Wirtschaftsförderung mit dem Thema. Die Politiker müssen dann die allerletzte Frage klären, die allerdings nur noch rein formaler Natur ist: Denn das künftige Kurgebiet muss als solches auch im Flächennutzungsplan dargestellt werden. Dargestellt als Kurgebiet wird der gesamte Bereich von Wenholthausen – mit der kleinen Ausnahme des Holzbetriebes im Ortskern.

Es muss nicht einmal ein eigenes, kostspieliges Änderungsverfahren eingeleitet werden, das die Luftkurort-Anerkennung noch weiter verzögern würde: Die Gemeinde kann das Kurgebiet einarbeiten, wenn der Flächennutzungsplan zu einem späteren Zeitpunkt ohnehin einmal überarbeitet werden muss. Die Bezirksregierung, die den Höherstufungs-Antrag genehmigen muss, sei da sehr kooperativ gewesen, lobt Bürgermeister Kersting: Die Behörde habe die Anerkennung Wenholthausens bereits in Aussicht gestellt.

Die große Hürde hat Wenholthausen im vergangenen Herbst überwinden können. Denn von September bis November hat die Gesundheitsagentur NRW aus Bad Münstereifel Messreihen zur Untersuchung der Luftqualität durchgeführt. Die Ergebnisse liegen jetzt vor, die Gemeindeverwaltung spricht von „einem deutlich positiven Ergebnis“. 10 000 Euro kostete das Gutachten.

Seit Ende 2013 hatte sich die Gemeinde bemüht, Wenholthausen zum Luftkurort aufzuwerten.

Cobbenrode vorerst vom Tisch

Seinerzeit sollte dies auch für Cobbenrode erreicht werden. Davon wird inzwischen Abstand genommen – für den Moment. Die Infrastruktur dafür sei in dem Dorf derzeit für eine Anerkennung als Luftkurort nicht ausreichend, sagt Stephan Kersting: „Aber das kann ja alles noch kommen. Dann können wir uns auch erneut bemühen.“