Weitere Parkplätze kosten Geld

Hier an der Le-Puy-Straße kostet das Parken jetzt Geld.
Hier an der Le-Puy-Straße kostet das Parken jetzt Geld.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
An der Le-Puy-Straße in Meschede sind weitere Parkplätze kostenpflichtig geworden. Gebührenpflichtige Flächen unter der Antoniusbrücke erweisen sich als „Ladenhüter“.

Meschede..  Parkplätze hat Meschede genug, das betont die Stadtverwaltung gern. An kostenfreien Stellflächen in der Innenstadt mangelt es allerdings. Und sollten erstmal die Flächen am Campus in der Kolpingstraße durch das Meschede-Center wegfallen, dann wird es eng. Jetzt sind an zwei weiteren Stellen freie Stellplätze umgewandelt worden. Dort muss jetzt bezahlt werden.

Druck rund um den Bahnhof

Am Bahnhof in Meschede ist etwas passiert, was ohnehin als unglückliche Planung gilt: Die Menschen werden einerseits dazu angehalten, auf den Zug umzusteigen, anderseits gibt es anders als beispielsweise in Freienohl keine Park-and-Ride-Flächen für Pendler und Ausflügler. Die Stadt Meschede sah sich dafür nicht zuständig - die Deutsche Bahn fand es ebenfalls nicht nötig dort zu investieren.

Dicht gedrängt wetteifern Bahnfahrer deshalb mit Beschäftigten der Agentur für Arbeit um die kostenfreien Stellplätze unter der Antoniusbrücke und in Richtung Schwimmbad. Dass Aldi und Kaufpark ihre Flächen seit Monaten überwachen, hat den Druck in dem Areal erhöht. Immerhin ein paar Stellplätze gab es bisher noch vor dem griechischen Lokal in der Le-Puy-Straße - doch damit ist es jetzt auch vorbei.

Die Stadt Meschede begründet die neuerliche Bewirtschaftung mit Beschwerden von Anliegern. „Dort ist oftmals wild geparkt worden“, sagt Pressesprecher Jörg Fröhling. „Es sind Einfahrten zugestellt worden.“ Deshalb habe die Stadt Meschede die Flächen jetzt markiert und „in die Bewirtschaftung genommen.“ Man verspreche sich davon, dass sich Autofahrer auf solchen Flächen eher überlegten, ob sie sich halb oder ganz neben einen Parkplatz stellen und dadurch eine Einfahrt erschweren. „Es sollen Aufmerksamkeit und die Hemmschwelle erhöht werden“, so Fröhling.

„Ladenhüter“ unter Brücke

Die Flächen unter der Antoniusbrücke bleiben nach seinen Angaben kostenfrei. Für Dauerparker, die dort nicht mehr zum Zug kommen, empfiehlt er den Parkplatz an der Arnsberger Straße gegenüber vom Schwimmbad. Über eine Fußgängerbrücke ist von dort die Le-Puy-Straße zu erreichen. Fünf, sechs Minuten Fußweg dauert es von dort aus (amtlich abgelaufen), bis man zum Beispiel das Rathaus erreicht: „Das ist zumutbar.“

Gähnende Leere herrscht meistens auf den neuen kostenpflichtigen Parkflächen, die die Stadt im letzten Sommer unter der Antoniusbrücke neben der Lagerstraße anlegte. Einen Dauerparker gibt es dort: Das Carsharing-Auto der Bahn mit eigenem reservierten Parkplatz. Nach Angaben von Jörg Fröhling beobachte die Stadt, ob die Parkflächen angenommen würden: Möglicherweise könnte die Bewirtschaftung auch teilweise zurückgenommen werden, wenn sich dieser Parkplatz nicht durchsetze – „wir sind da flexibel“.