Weitere Ermittlungen in Berlin gegen CDU-Mann Sensburg

Patrick Sensburg beim Kreisparteitag der CDU im Hochsauerland in Meschede-Olpe. Damals verkündete er, das Verfahren gegen ihn werde eingestellt.
Patrick Sensburg beim Kreisparteitag der CDU im Hochsauerland in Meschede-Olpe. Damals verkündete er, das Verfahren gegen ihn werde eingestellt.
Foto: Archiv/Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Die Staatsanwaltschaft in Berlin vollzieht eine überraschende Kehrtwende: Sie kündigte am Mittwoch weitere Ermittlungen gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg (Hochsauerland) an.

Berlin/Meschede.. Sensburg war Mitte Dezember nach einer handgreiflichen Ausein­andersetzung von seiner Lebensgefährtin angezeigt worden. Kurz danach hatte sie die Vorwürfe zurückgezogen, die Staatsanwaltschaft ermittelte aber trotzdem, weil sie ein „öffentliches Interesse“ bekundete.

Eigentlich waren die Ermittlungen gegen Sensburg bereits abgeschlossen. Der Abgeordnete selbst hatte nach Signalen aus der Staatsanwaltschaft kürzlich beim Parteitag der CDU im Hochsauerland verkündet, das Verfahren gegen ihn werde ohne Auflagen eingestellt.

Stattdessen will die Staatsanwaltschaft nun weitere Fragen klären: „Eine Überprüfung des Falles hat ergeben, dass weitere Ermittlungen zur Aufklärung des Sachverhaltes erforderlich sind“, teilte Staatsanwalt Martin Steltner auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Patrick Sensburg Sensburg, der als Vorsitzender des NSA-Untersuchungsausschusses im Bundestag überregional bekannt geworden ist, kritisierte die Entscheidung: Die geänderte Einschätzung der Staatsanwaltschaft sei überraschend wie unverständlich, „da mich die richterliche Vernehmung meiner Verlobten und weiterer Zeugen vollkommen entlastet hat."