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Wehr aus Eis staut die Latrop

06.02.2012 | 18:21 Uhr
Wehr aus Eis staut die Latrop
Genau an der Stelle, an der ein kleiner Bach und die Latrop aufeinander treffen, hat sich eine Eiswand gebildet, die die Latrop staut. Foto: Privat

Latrop.Die anhaltende Kälte bringt vielerorts künstlerische Eisgebilde hervor. Ein besonders interessantes Naturschauspiel hat sich jetzt in Latrop ereignet.

Ein Wehr aus Eis staut die Latrop. Foto: Privat

Genau an der Stelle, an der ein kleiner Bach und die Latrop aufeinander treffen, hat sich eine Eiswand gebildet. „Hier gibt es keine Absturzhöhe, das Flussbett ist gleichmaßig durchgehend“, erklärt Matthias Bernhardt, Leiter des Bauhofs der Stadt Schmallenberg. „Das ist schon interessant.“

Warum sich genau an dieser Schnittstelle ein Wehr aus Eis gebildet hat, können sich auch die Anwohner nicht erklären. „Das hat es hier noch nie gegeben“, sagt Stefan Dünnebacke. Da sich das Wasser der Latrop nun staut und die Eisschicht pro Nacht um 40 bis 50 Zentimeter dicker wird, sieht er die Holzbrücke auf seinem Gartengrundstück in Gefahr. 30 Zentimeter mehr Eis und seine Brücke wird hochgedrückt. „Ich halte die Stelle links und rechts davon jetzt mit einer Schaufel frei – dafür stehe ich auch nachts auf“, sagt er und lacht. Obwohl er Angst hat, dass das Wasser – wenn die Eisschicht noch höher wird und auf die Straße tritt – bis in sein Haus fließt, ist er von dem Naturschauspiel fasziniert.

„Am Freitag hat es angefangen“, erzählt er. Der Wasserstand unter der Brücke beträgt sonst ca. 20 Zentimeter. Mittlerweile hat sich eine 1,60 dicke Eisschicht gebildet. Interessant auch: Der kleine Bach fließt ganz normal weiter und friert nicht zu. „Wir können uns das nicht erklären“, so Stefan Dünnebacke.

Auf 100 Metern Flusslauf vom Dorfpark Richtung Wald hat sich eine Eislandschaft gebildet. Foto: Peter Beil

uf gut 100 Metern vom Dorfpark in Richtung Wald hat sich seit Freitag aufgrund des Wehrs eine Eislandschaft gebildet. Matthias Bernhardt vom Bauhof hat die Situation gestern begutachtet. Zusammen mit den Anliegern wurde vereinbart, dass diese die Lage noch eine Nacht beobachten sollen. „Zur Not müssen wir das Eis aufbrechen – mit einem großen Bagger mit langem Arm“, so Matthias Bernhardt.

Laura Mock

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