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Was wird 2016 bringen? – Fünf Fragen an Wirtschaftspromis

04.01.2016 | 21:14 Uhr
Was wird 2016 bringen? – Fünf Fragen an Wirtschaftspromis
Ralf Kersting, Präsident der IHK Arnsberg, blickt optimistisch in das Jahr 2016.Foto: Ralf Rottmann

Südwestfalen.   Das Jahr 2016 hat begonnen: Was wird es bringen - politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich? Unsere Redaktion hat Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens aus Südwestfalen gefragt.

Das alte Jahr ist abgelaufen - das neue hat begonnen. Was wird es bringen - politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich? Und was waren die prägenden Ereignisse des vergangenen Jahres? Unsere Redaktion hat Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens aus Südwestfalen gefragt: Ralf Kersting, Unternehmer aus Olsberg und Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Arnsberg, Michael Huber, Generalbevollmächtigter der Brauerei Veltins und des Leuchtenspezialisten Trilux, Ulrich Bettermann, Inhaber der Unternehmensgruppe OBO Bettermann und Detlef Wetzel, Ex-Vorsitzender der IG Metall.

  • Wo sehen Sie im Jahr 2016 die größte Herausforderung für die Wirtschaft in Südwestfalen?

Firmenchef Ralf Kersting: "Wir haben zu kämpfen mit nachlassendem Wachstum in China, dazu kommt die Russland-Krise." Foto: Ralf Rottmann

Ralf Kersting (Olsberg): Die größte Herausforderung ist für mich, mit der gegenwärtig heterogenen Wirtschaftsentwicklung umzugehen. Der Konsum läuft gut, die in Südwestfalen wichtige Autozulieferung auch. Der Maschinenbau jedoch erhält weniger Aufträge. Hier ist die Situation nicht deutlich positiv. Wir haben zu kämpfen mit nachlassendem Wachstum in China, dazu kommt die Russland-Krise. Das schlägt sich auch in den relativ bescheidenden Wirtschaftsprognosen unter anderem der Bundesregierung für das kommende Jahr nieder.

Michael Huber (Sauerland): Wir müssen unser dauerhaftes Bemühen fortsetzen, an das Entwicklungstempo in den wirtschaftlichen Ballungszentren Anschluss zu halten. Die dortigen Infrastrukturvorteile können wir mit Weitsicht ausgleichen. Aber es bedarf noch einer deutlicheren Stimme auf EU-Ebene.

Ulrich Bettermann (Menden): "Die Menschen in Südwestfalen wissen ganz genau, worauf es in der Wirtschaft ankommt." Foto: privat

Ulrich Bettermann (Menden): Ich glaube, dass die Menschen in Südwestfalen ganz genau wissen, worauf es in der Wirtschaft ankommt, und der Fleiß sowie die Sicht aufs Produkt zeichnet die Betriebe hier aus. Große Herausforderungen können sich dann ergeben, wenn die Exportrahmenbedingungen sich verschlechtern würden und Betriebe leiden müssten.

Detlef Wetzel (Siegen): Als eine der bedeutendsten Industriestandorte Deutschlands ist für die Region Südwestfalen ausschlaggebend, dass sie bei der Digitalisierung und der Industrie 4.0 für die Zukunft gut aufgestellt ist und nicht den Anschluss verliert.

  • Welches Ereignis hat Sie im abgelaufenen Jahr am meisten beeindruckt?

Ralf Kersting: Was alles in den Schatten stellt, ist die Herausforderung, mit den Flüchtlingen umzugehen. Wir haben die Aufgabe und die Pflicht, sie in Arbeit zu bringen. Das ist die einzige Chance, sie zu integrieren. Das gilt insbesondere für diejenigen mit Bleiberecht, also Menschen aus Syrien, Afghanistan, Iran und Irak.

Michael Huber: "Mich beeindruckt die Wirtschaftsleistung dieses Landes, die für die Menschen und ihre Zukunftsgewandtheit spricht." Foto: Torsten Silz / WAZ FotoPool

Michael Huber: Es sind sehr bewegende Bilder, die sich im Laufe des Jahres eingeprägt haben. Einige davon haben die Welt ein Stück verändert, leider nicht immer im positiven Sinne. Mich beeindruckt die Wirtschaftsleistung dieses Landes, die für die Menschen und ihre Zukunftsgewandtheit spricht.

Ulrich Bettermann: Der VW-Skandal war für mich schon ein herausragendes Ereignis, zumal am Sonntag, bevor montags der „Spiegel“ darüber berichtete, Wolfgang Porsche bei mir in Österreich weilte und montags aus der Steiermark direkt Richtung Wolfsburg reisen musste.

Detlef Wetzel: Beindruckend finde ich, wie schnell die Digitalisierung in unsere Arbeitswelt Einzug hält und unser Leben verändert.

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2016-01-04 21:14
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