Was den Mann zermürbt

Eversberg..  In seinem Programm „Männermorphose“ zeigt der Kabarettist Gerd Normann, wie gesellschaftliche Zwänge und überzogene Erwartungshaltungen den Mann zermürben. Zu sehen ist er damit am Sonntag, 26. April, um 19 Uhr auf der Kleinkunstbühne „Kokolores“ in Markes Haus in Eversberg.

Eine der liebenswertesten Eigenschaften des Mannes ist das Scheitern, sagt Normann. Männer scheitern an den Frauen, der Gesellschaft, den Anforderungen – und an sich selbst. Er soll sensibel sein, zärtlich, humorvoll, aufmerksam, schön, duftend, singend, Blüten um sich werfend und schwere Sachen muss er heben können. Und das alles gleichzeitig.

Letztlich fallen ihm die Haare aus

Da werden Fußballspieler, die hart gegen den Gegner und sich selbst sein müssen, angeredet mit Poldi und Schweini, trainiert werden sie von Klinsi und Jogi.

Interviewt werden sie vom Waldi oder gleich von Katrin Müller-Hohenstein. Und den Mann selbst rufen sie „Hänschen“ oder „Keule“. Das verwirrt ihn. Er verwechselt die Namen seiner Frauen, geht riskante Finanzgeschäfte ein, flüchtet in andere Bewusstseinszustände oder treibt sinnentleerten Sport. Er will sich endlich verändern, doch ihm fallen nur die Haare aus.