„Voran steht immer die Selbstbestimmung der Mieter“

1 Welche Aufgaben übernehmen die Alltagsbegleiter genau?

Die Alltagsbegleiter übernehmen mit den Mietern Aufgaben wie die Zubereitung der Mahlzeiten, das Einkaufen, die Festlegung des Speiseplans, die Wäscheversorgung oder die Gestaltung der Freizeit, von Festen und Feiertagen. Voran steht immer die Selbstbestimmung der Mieter. Das heißt, dass alles, was in der Wohngemeinschaft gekocht, unternommen, eingekauft oder angeschafft wird, immer mit Zustimmung und unter Beteiligung der Mieter erfolgt.

2 Wie eng wird der Kontakt zwischen Senioren und Schwestern über die Gebetszeiten hinaus sein?

Die Wohngemeinschaft ist ein eigenständiger, abgeschlossener Bereich in den Räumen des Bergklosters. Damit ist nicht die Teilnahme der Mieterinnen und Mieter am Ordensleben verbunden. Das Konzept sieht aber vor, dass die Mieter, die mit den Schwestern unter einem Dach leben, die Außenanlagen und den Innenhof mit nutzen und natürlich an den Gebetszeiten und Gottesdiensten in der Kirche teilnehmen können. Darüber hinaus wird mit Schwester Veronika Walter eine Ordensfrau als Alltagsbegleiterin für die Wohngemeinschaft tätig sein. Somit haben wir eine gute Verknüpfung zwischen der Ordens- und der Wohngemeinschaft.

3 Halten Sie eine weitere Öffnung des Ordens für ähnliche Projekte denkbar?

Auch an anderen Standorten, wie zum Beispiel in Geseke, befinden sich der Schwesternkonvent und eine ambulant betreute Senioren-Wohngemeinschaft unter einem Dach. Über dieselbe Kombination denken wir in Wadersloh-Diestedde nach. An anderen Orten sind die Schwesterkonvente an Schulen angebunden. Hier im Bergkloster Bestwig gibt es gute Verbindungen zwischen dem Kloster, dem Eltern-Kind-Wohnen im Julie-Postel-Haus und dem Berufskolleg. Eine Öffnung der Ordensgemeinschaft in die jeweiligen Gemeinden und in die Gesellschaft hinein erleben wir ohnehin bereits seit vielen Jahren.