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Waldjugendspiele

Vor der Tür da wartet die wahre Welt

11.09.2012 | 06:00 Uhr
Vor der Tür da wartet die wahre Welt
Sägen, was das Zeug hält: Eine der Übungen bei den WaldjugendspielenFoto: Jürgen Kortmann

Eversberg.   Die Play Station ist eben nicht alles. Vor der Tür in der Natur da ist die wahre Welt. Dafür werben in dieser Woche Förster und Waldpädagogen. In Eversberg eröffneten sie die „Waldjugendspiele 2012“, gemeinsam organisiert vom Landesbetrieb Wald und Holz und vom Forstamt Oberes Sauerland. Hochsauerlandweit werden daran exakt 2014 Kinder aus 96 Schulklassen teilnehmen.

Die Play Station ist eben nicht alles. Vor der Tür in der Natur da ist die wahre Welt. Dafür werben in dieser Woche Förster und Waldpädagogen. In Eversberg eröffneten sie die „Waldjugendspiele 2012“, gemeinsam organisiert vom Landesbetrieb Wald und Holz und vom Forstamt Oberes Sauerland. Hochsauerlandweit werden daran exakt 2014 Kinder aus 96 Schulklassen teilnehmen.

„Über Freude und Spannung sollen die Kinder Interesse an der Natur bekommen“, sagt Forstdirektor Hans von der Golz. Dafür gab es gestern am Matthias-Claudius-Heim einen eigens dafür ausgesuchten Waldparcours, an dem entlang 17 knifflige Fragen zu lösen waren.

Auf der neuen Wackelbrücke: Förster Roland Wiese mit Grundschulkindern.

120 Viertklässler aus Eversberg und Wehrstapel sowie aus Wennemen und Freienohl stellten sich den Natur-Herausforderungen. Diese löste die vierte Klasse der Grundschule Wehrstapel am besten. Sie belegte den ersten Platz und sicherte sich die einen Meter große, mit der Motorsäge geschnitzte Holz-Eule als Wanderpokal. Echte Tiere, die der Hegering Meschede in seiner „Rollenden Waldschule“ mitgebracht hatte, gab es auch zu bestaunen: „Cosmo“ etwa, den schon 16 Jahre alten Uhu von Michael Schmidt, oder „Lorchen“, das Sperber-Weibchen von Achim Bücker.

In Kleingruppen erkundeten die Schulkinder bei ihrer Wanderung den Wald. Sie klärten dabei, wie sie sich dort richtig zu verhalten haben und welche Tiere hier leben. Im Wettkampf wurde auch geklärt, wie schwer Holz eigentlich ist. Und auch selbst sägen konnten sie. Alles, um die Beziehung zum Wald intensiver werden zu lassen.

Meschedes stellvertretender Bürgermeister Willi Raulf appellierte nachher an die Eltern: Sie sollten ihren Kindern „abseits vom Computer und Fernsehen Zeit für Erlebnisse im Wald schenken“. Gemeinsam solle man doch „die Ruhe außerhalb der Technik genießen“.

Jürgen Kortmann


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