Von „sehr gut“ bis „unterdurchschnittlich“

Grünland – rund 36 000 Hektar Fläche – Bilanz: sehr gut. Durch den relativ feuchten Sommer ist es gut gewachsen und die Landwirte konnten drei bis vier ertragreiche Schnitte machen. Etwas problematisch war die Ernte bei unbeständigem Wetter. Sie blicken jetzt relativ gelassen auf den trockenen Herbst, weil sie schon genug Winterfuttervorräte haben.

Getreide (Winterweizen, Wintergerste,Triticale, Hafer, Sommergerste) – 10 000 Hektar Bilanz: unterdurchschnittlich. Die Erträge liegen 10 bis 15 Prozent unter Vorjahresniveau, was bei den Winterkulturen auf fehlendes Winterwetter und auch auf dem feuchten und kühlen Frühsommer geschuldet ist. Die Ernte bei unbeständigem Wetter war vielfach schwierig.

Winterraps – 2000 Hektar Bilanz: unterdurchschnittlich. Ebenfalls aufgrund der Wetterverhältnisse etwa 10 Prozent geringere Ernte. Hagelschäden gab es nur punktuell.

Silomais – rund 4000 Hektar – Bilanz: auf Vorjahresniveau. Die Ernte von Silomais läuft zurzeit auf Hochtouren. Der Mais hat relativ gute Kolben ausgebildet, so dass er viel Energie hat. In flachgründigen Lagen musste er wegen der Trockenheit vorzeitig notgeerntet werden.

Weihnachtsbäume – rund 12 000 Hektar – Bilanz: gute Bestände und gute Qualität. Die Kulturen wurden im Frühjahr nicht durch Spätfröste geschädigt und das feucht-kühle Sommerwetter war günstig, so dass die Bestände gute Qualität haben. Da bereits in 2015 die ersten Weihnachtsbäume von den Kyrill-Flächen auf dem Markt waren, wird eine Angebotsmenge wie im Vorjahr erwartet. Die Preise für Getreide und Raps sind gegenüber dem Vorjahr gefallen, so dass in Verbindung mit den niedrigeren Erträgen die wirtschaftliche Situation im Ackerbau angespannt ist. Bei den Weihnachtsbäumen erwarten die Experten stabile Preise im Vergleich zum Vorjahr.