Von Brandbekämpfern zur Einheit für Notfälle

Meschede..  In Meschede gibt es jede Menge gute Ideen – eine davon ist nun auf der „Interschutz“ zu sehen gewesen: Das heimische Unternehmen Ewers Karosserie- und Fahrzeugbau hat auf der weltgrößten Messe für Brand- und Katastrophenschutz, Rettungswesen und Sicherheit seinen „Gerätewagen Schwenkwand Logistik“ vorgestellt. Bürgermeister Uli Hess und Hubertus Schemme, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr, informierten sich in Hannover über das neue Fahrzeug.

Anschaffungen notwendig

Gemeinsam mit Stadtkämmerer Jürgen Bartholme und Wolfgang Sträter, Leiter des Fachbereiches Ordnung, hatten Uli Hess und Hubertus Schemme die „Interschutz“ besucht. Weil in den kommenden Jahren einige Anschaffungen notwendig sind, wollten sich die Verantwortlichen über die neuesten Entwicklungen im Brand- und Katastrophenschutz informieren. Hintergrund: Im Brandschutzbedarfsplan und dem Fahrzeugkonzept „2020plus“ hat der Stadtrat festgelegt, dass in den nächsten Jahren unter anderem zwei Gerätewagen Logistik angeschafft werden sollen.

Am Messe-Stand der Firma Ewers erfuhren die Verantwortlichen, welche Antworten das Mescheder Unternehmen auf die Fragen rund um ein modernes Einsatz-Management gefunden hat. Der „Gerätewagen Schwenkwand Logistik“ ist durch spezielle Seitenwände in kürzester Zeit von allen Seiten zu be- oder entladen und somit flexibel nutzbar. Das Ladesystem selbst besteht aus Rollcontainern, die – je nach Einsatzlage – mit Schläuchen, Spezialgerät oder Werkzeug beladen werden können.

Die entsprechenden Rollcontainer werden in den Gerätehäusern fertig ausgestattet vorgehalten – sie müssen nur noch auf den Gerätewagen geladen werden. „So ergibt sich eine mobile Einheit, die vollkommen flexibel genutzt werden kann – schnell und bedarfsgerecht“, sagte Bürgermeister Hess. Für den Löschzug Freienohl soll ein neuer Gerätewagen Logistik im kommenden Jahr angeschafft werden, der Löschzug Meschede folgt im Jahr 2017.

Klar sei, dass sich die Ansprüche an die Feuerwehr von reinen „Brandbekämpfern“ zu vielseitig einsetzbaren und flexiblen Einheiten für Notfallsituationen weiter wandeln werden, so Hess. Vor diesem Hintergrund habe für die Stadt Meschede die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr einen enorm hohen Stellenwert – ebenso wie der Dialog mit der Wehrführung, um dafür die nötige Infrastruktur zu schaffen. Und auch die Firma Ewers als Hersteller von Spezialfahrzeugen leiste dazu einen wichtigen Beitrag, gratulierte Bürgermeister Hess dem Firmenchef und neuen Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft (IMW), Meinolf Ewers: „Wir freuen uns, ein solches Unternehmen in Meschede zu wissen.“