Viele Fragen zum Thema Mindestlohn

Meschede..  Millionen Beschäftigte profitieren vom Mindestlohn, der seit dem 1. Januar Gesetz ist. Der Bedarf an Beratung ist aber enorm. Das zeigte sich am Montag bei der „Pendleraktion“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes am Mescheder Bahnhof und an der Telefon-Hotline, die DGB und Gewerkschaften eigens eingerichtet haben.

Mit 50, maximal 100 Anrufen täglich hatten DGB und Gewerkschaften an der Mindestlohn-Hotline gerechnet. In den ersten Tagen waren es im Schnitt aber 300 bis 400 Anrufer – ein beachtliche Resonanz auf die Hotline, die unter 0391/4 08 80 03 erreichbar ist. Es herrscht Beratungsbedarf.

Geldbußen bis 500 000 Euro

Die „Pendleraktion“ und die Mindestlohn-Hotline sind nur zwei der Aktivitäten, mit denen DGB und Gewerkschaften über das neue Gesetz informieren. In einer Broschüre wurden die wichtigsten Infos zum Gesetz kompakt und praxisnah aufbereitet. Welche Fragen den Beschäftigten besonders unter den Nägeln brennen, zeigt sich an der Mindestlohn-Hotline. Gilt der Mindestlohn auch bei befristeten Verträgen und für Mini-Jobber? Wie sieht es im Pflegebereich oder bei Haushaltshilfen aus?

DGB-Kreisvorsitzender Wolfgang Zeh warnt Arbeitgeber vor Strategien, den Mindestlohn zu umgehen: „Das wird sehr teuer. Ich kann den Arbeitgebern nur davon abraten“. Es drohten Geldbußen bis zu 500 000 Euro.