Viel Energie auch beim Brand

Elektroautos stellen auch Feuerwehrleute vor neue Herausforderungen.
Elektroautos stellen auch Feuerwehrleute vor neue Herausforderungen.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Um die Gefahren, wenn Elektroautos oder Fahrzeuge mit Gasantrieb in Brand geraten, drehte sich eine Fortbildung von Feuerwehrleuten aus Eslohe und Schmallenberg.

Eslohe..  Die zunehmende Verwendung von alternativen Kraftstoffen und alternativen Antriebssystemen im Automobilbereich führt dazu, dass solche Fahrzeuge immer häufiger in Unfälle verwickelt werden. Für die Feuerwehren ist es daher wichtig zu wissen, welche Konzepte es gibt, wie die Fahrzeuge erkannt werden können und welche einsatztaktischen Änderungen sich ergeben.

Das war der Anlass zu einer Weiterbildung für 55 Wehrleute aus den Kommunen Schmallenberg und Eslohe in der Aula des Schulzentrums in Eslohe. Dort referierten Diplom-Ingenieur Thorsten Prein von der FH Köln und Eckhard Wiese von der Löschgruppe Wenholthausen über Fahrzeugkonzepte, Batterie- und Motorentechnik sowie Ladetechnologien. Wiese erklärte die verschiedenen Hybrid-Antriebe. Unter Hybrid-Antrieb sind Antriebskonzepte zu verstehen, die neben einem Verbrennungsmotor eine weitere nicht mit Kraftstoff betriebene Antriebsquelle besitzen. Dies ist häufig ein Elektromotor, der von einer Hochenergiebatterie mit Spannung versorgt wird.

Große Energie beim Brand

Preins Vortrag beschäftigte sich mit dem Brandverhalten von Fahrzeugen mit eben solchen alternativen Antriebssystemen. Dieses verändert sich bei Elektrofahrzeugen oder Fahrzeugen mit Hybrid- und Gasantrieb (darunter auch Wasserstoff). Vor allem gilt dies für Elektrofahrzeuge, weil deren moderne Akkumulatoren eine sehr große Energie beim Brand abgeben.

Keine gesetzlich Regelung

Die meisten Kraftfahrzeuge mit alternativen Antriebsarten unterscheiden sich äußerlich nicht oder kaum von konventionell angetriebenen Fahrzeugen. Forderungen der Feuerwehr nach einheitlicher Kennzeichnung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben werden seitens der Hersteller nicht gefolgt. Gesetzliche Regelungen bestehen dazu bislang noch nicht.