Vertrauensbeweis in europäischen Krisenzeiten

Thomas Klauke, Wilhelm Kotthoff und Vorstand Dirk Schulte (vorne links) sowie Vorstand Helmut Wötzel, Josef Schörmann (Aufsichstratsvorsitzender) und Vorstand Dr. Stefan Eckhardt (hinten von links) freuen sich über ein solides Wachstum der Volksbank Reiste-Eslohe.
Thomas Klauke, Wilhelm Kotthoff und Vorstand Dirk Schulte (vorne links) sowie Vorstand Helmut Wötzel, Josef Schörmann (Aufsichstratsvorsitzender) und Vorstand Dr. Stefan Eckhardt (hinten von links) freuen sich über ein solides Wachstum der Volksbank Reiste-Eslohe.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Über ein solides Wachstum im Geschäftsjahr 2014 hat der Vorstand der Volksbank Reiste-Eslohe bei der Vertreterversammlung berichtet.

Eslohe/Reiste.. Wie Vorstand Helmut Wötzel dabei berichtete, hat die Bank zum Stichtag 31. Dezember 2014 „die magische Zahl von 7000 Mitgliedern überschritten“. Das zeige, dass die regionale Ausrichtung und die strikte Achtung der genossenschaftlichen Werte geschätzt würden.

Die Bilanzsumme der Volksbank Reiste-Eslohe ist im Jahresvergleich noch einmal um 1,4 Prozent auf jetzt fast 252 Millionen Euro gestiegen ist. Beim Kreditgeschäft seien alle vertretbaren Finanzierungswünsche erfüllt worden. Zum Stichtag waren knapp 140 Millionen Euro an Krediten verauslagt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 1,8 Millionen Euro.

53 000 Euro für Schulen und Vereine

Auf der anderen Seite seien trotz der Niedrigzinsen die Kundeneinlagen noch einmal um 6,8 Million auf jetzt 178 Millionen Euro angestiegen – ein Plus von vier Prozent. „Darin erkennen wir einen großen Vertrauensbeweis“, so Helmut Wötzel.

Zusätzlich unterhalten die Kunden der Volksbank Reiste-Eslohe bei den Verbundpartnern der Bank Einlagen in Höhe von 117 Mio. Euro. Sie spiegeln Bauspareinlagen, Versicherungen und Fondanlagen wieder.

Die Mitglieder dürfen sich trotz eines leicht rückläufigen Geschäftsergebnisses wieder über eine Dividende in Höhe von 5,6 Prozent auf ihre Anteile freuen.

Mit insgesamt 53 000 Euro hat die Volksbank Reiste-Eslohe 2014 zudem die Vereine, Schulen und sozialen Gruppen im Geschäftsgebiet gefördert.

Vorstand Dirk Schulte zeigte bei der Versammlung die Unstimmigkeit zentraler EU-politischer Aussagen auf. Einerseits werde europaweit die Stärkung des Mittelstands gefordert; andererseits aber die gerade in Deutschland sehr gut funktionierende mittelständische Kreditfinanzierung durch Regionalbanken finanzpolitisch ins Abseits gestellt.

Im Wettbewerb benachteiligt

„Warum wird in Brüssel nicht nach einem Weg gesucht, das deutsche Drei-Säulen-System mit seinem Miteinander von Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Großbanken europaweit zu etablieren?“, fragte Schulte. Stattdessen belaste die EU kleine Banken mit teurer Regulatorik und Einzahlungen in den Bankenabwicklungsfonds. „In der Bankenkrise keine Staatshilfe benötigt, die volkswirtschaftlichen Aufgaben vor Ort vorbildlich erfüllt, keine Strafverfahren, dafür ordentlich Steuern gezahlt, aber im Wettbewerb immer mehr benachteiligt: Bei uns Genossenschaftsbankern hat sich zuletzt eine Menge Ärger angehäuft“, unterstrich Dirk Schulte bei der Vertreterversammlung.