Verkehrsunfallflucht nur vorgetäuscht

Meschede/Bestwig..  Überraschende Wendung: Am Mittwoch meldete sich ein junger Mann bei der Polizei und berichtete von einer Verkehrsunfallflucht. Der 18-Jährige erzählte, er habe gegen 9.30 Uhr kurz auf dem Parkplatz am Stimm-Stamm an der Bundesstraße 55 zwischen Warstein und Meschede angehalten. Um zu telefonieren sei er ausgestiegen und habe sich dabei ein Stück von seinem Auto entfernt. Als er dieses nicht mehr im Sichtfeld gehabt habe - so der Fahranfänger weiter - habe er einen lauten Knall gehört, diesem allerdings keine Beachtung geschenkt. Erst als er nach dem Telefonat wieder zu dem Pkw zurückgekehrt war, habe er dann frische Unfallschäden entdeckt.

Misstrauen bei der Polizei

Der Verursacher sei nicht mehr am Unfallort gewesen. Die Details des Berichts und die Schäden an dem Pkw erregten das Misstrauen des Polizeibeamten, der die Anzeige aufnahm. Nachdem dieser Mehrfach nachgehakt hatte, gab der 18-Jährige schließlich zu, den geschilderten Ablauf erfunden zu haben. Vielmehr sei er am Mittwochmorgen auf der Bundesautobahn 46 in Richtung Ausbauende in Bestwig unterwegs gewesen. Kurz vor dem Ende Autobahn sei er dann in einer Kurvenkombination gegen die Leitplanke geprallt, was zu den Schäden an seinem Pkw geführt habe. Andere Verkehrsteilnehmer seien nicht in den Unfall verwickelt gewesen. Gegen den jungen Mann wird jetzt wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht und seiner frei erfundenen Geschichte ermittelt.