Verfüllung geht nur schleppend voran

Bis zum Ende des Jahres soll dieser Einschnitt unter der Hellebrücke verfüllt sein.Der Verein „Freunde der Hellebrücke“ spricht von einer „Utopie“.
Bis zum Ende des Jahres soll dieser Einschnitt unter der Hellebrücke verfüllt sein.Der Verein „Freunde der Hellebrücke“ spricht von einer „Utopie“.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Bislang hat sich an der Esloher Hellebrücke nur wenig getan. Bürgermeister Stephan Kersting bleibt trotzdem gelassen.

Eslohe..  Nur äußerst schleppend verläuft die Verfüllung des Geländeeinschnitts unterhalb der Hellebrücke in Eslohe. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten eigentlich abgeschlossen sein. Dass das tatsächlich gelingen wird, können die Mitglieder des Vereins „Freunde der Hellebrücke“ nur schwer glauben. Sie sprechen angesichts der derzeitigen Situation von „Utopie“.

Fortgang der Arbeiten im Blick

Zu Erinnerung: Bei einer Überprüfung der Dreibogenbrücke, die direkt gegenüber dem Museum steht, hatte sich bereits 2008 ein dringender Sanierungsbedarf ergeben. Rund 200 000 Euro würde es die Gemeinde kosten, um das Bauwerk wieder für die schweren Holztransporte tauglich zu machen. Aufgrund der kommunalen Finanzlage hatte der Rat daraufhin entschieden, den Geländeeinschnitt, über den die Brücke führt, mit Erdreich zu verfüllen und obenauf eine Straße zu bauen. Die „Freunde der Hellebrücke“ hatten versucht, das zu verhindern - vergeblich.

Mitte vergangenen Jahres rückten die ersten Lkw mit Erdreich an. Viel mehr passiert ist seitdem nicht. Bürgermeister Stephan Kersting ist allerdings gelassen -- ebenso wie das zuständige Bauunternehmen Hilgenroth. Mit dem hatte die Gemeindeverwaltung zu Beginn des Jahres noch einmal Kontakt aufgenommen.

30 000 Kubikmeter Erdreich werden benötigt, um die geplante Verfüllung abschließen zu können. „Das kann auf einmal ganz schnell gehen“, sagt Kersting. Bei der Renaturierung der Wenneaue zum Beispiel seien damals auf einen Schlag rund 40 000 Kubikmeter Erde angefallen. Soll heißen: Eine einzige große Maßnahme reiche aus, um die benötigten Erdmassen zur Verfügung zu haben. Zwar gibt es bereits derzeit mit dem Bau des Fachmarktzentrums und dem Bau des Feuerwehrhauses zwei Großbaustellen, bei denen jede Menge Erdreich angefallen ist – hier sind allerdings andere Bauunternehmer zuständig.

Bürgermeister Stephan Kersting versichert: „Wir haben den Fortgang des Projektes natürlich im Blick“. Er betont aber auch: „Es ist nicht so, dass wir juristische Schritte einleiten werden, wenn die Verfüllung nicht punktgenau zum Ende des Jahres erfolgt ist.“ Vertraglich geregelt sei, dass die Maßnahme bis dahin abgeschlossen sein sollte. „Sollte“, aber eben nicht „muss“.

Wenn das Ganze ein paar Monate länger dauere, sei das sicherlich kein Drama, sagt Kersting. „Halbwegs zeitnah“ sollte die Maßnahme allerdings schon beendet sein. Und er habe keinerlei Zweifel daran, dass das nicht gelingen werde.