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Veltins freut sich über Platz 3 beim Premium-Pils

22.01.2013 | 16:16 Uhr
Veltins freut sich über Platz 3 beim Premium-Pils
Die Veltins-Brauerei hat 2012 einen Verkaufsrekord erzielt. Insgesamt steigerte sie ihren Ausstoß um 3,6 Prozent auf 2,79 Millionen Hektoliter.Foto: Volker Hartmann

Düsseldorf.   Mit einem Rekordergebnis hat sich Veltins auf Platz 3 der Premium-Pilsmarken in Deutschland gesetzt. Jetzt startet die Brauerei ihre dritte Sorte Fassbrause. Im Februar kommt der Mix aus Limo und alkoholfreiem Bier mit Apfel-Kräuter-Geschmack auf den Markt.

Im weiter schrumpfenden deutschen Biermarkt hat Veltins auch im vergangenen Jahr wieder ein Rekordergebnis eingefahren. Mit einem Plus von 3,6 Prozent und 2,79 Millionen Hektoliter sind die Brauer aus Meschede-Grevenstein jetzt, sofern man die Billigmarke Oettinger nicht mitrechnet, hinter Krombacher und Bitburger die Nummer 3 in Deutschland. Der Umsatz der Brauerei stieg um 3,2 Prozent auf 289 Millionen Euro, die gesamte Gruppe mit Getränkehandel und Logistik liegt bei 720 Millionen Euro. Gewinnzahlen werden traditionell nicht genannt, aber der Veltins-Generalbevollmächtigte Michael Huber zeigte sich gestern bei der Jahresbilanz-Pressekonferenz in Düsseldorf „zufrieden“.

Für 2013 erwartet Huber allerdings kein neues Allzeithoch wie in den vergangenen beiden Jahren. Denn erstens werden weder eine Fußball-EM noch Olympische Spiele den Bierdurst fördern, zweitens macht sich der demografische Wandel im sinkenden Pro-Kopf-Verbrauch bemerkbar - der Gesamtausstoß der deutschen Brauereiwirtschaft ist 2012 erneut um eine Million Hektoliter auf 94,4 Millionen gesunken, und drittens könnte eine „moderate Preiserhöhung“ um 2,9 bis 3 Prozent zur Mitte dieses Monats noch „leichte Schmerzen bereiten“, so Huber, sei aber angesichts stark steigender Rohstoff- und Energiekosten unvermeidlich gewesen. Marketing-Chef Volker Kuhl erwartet einen rund 50 Cent höheren Preis pro Kiste Bier im Handel.

Pils, Pils und noch mal Pils

Pils, Pils und noch mal Pils - das ist Veltins in absoluten Zahlen: Mit 2,147 Millionen Hektolitern (+2,2 Prozent) liegt die Traditionsmarke Welten vor den übrigen Sorten Radler, Malz und Alkoholfrei, die zusammen auf knapp 100.000 hl kamen. Der Biermix V+ bleibt trotz eines Rückgangs um 1,6 Prozent mit 482.000 hl Marktführer, und der Neuling Fassbrause, eine Mischung aus Limonade und alkoholfreiem Bier, landet bei 60.500 hl. Dennoch macht dieses „kleine, aber feine Pflänzchen“ (Kuhl) den Sauerländern mit einem guten Start Freude, denn dieses kalorienarme Getränk sei kein Angriff auf die eigenen Produkte, betonte der Marketingchef: „54 Prozent der Konsumenten sind vom Mineralwasser gewechselt, 17 Prozent von Cola oder Limo.“ Deshalb kommt ab Februar nach Zitrone und Holunder mit Apfel-Kräuter die dritte Sorte auf den Markt.

„Die Trends werden schnelllebiger“, hat Huber erkannt, eine Brauerei müsse sich heute zum Getränkeentwickler und -vermarkter weiterentwickeln“. Wobei ein mittelständisches Unternehmen aber an gewisse Grenzen stoße: „Wir können nicht alles machen.“ Deshalb konzentriere Veltins seine Marketingaktivitäten beispielsweise auf die Fassbrause statt, wie Mitbewerber, alkoholfreies Pils oder Radler stark zu bewerben. Deshalb habe man zwar neben den Aktivitäten in Italien, Spanien und Niederlande auch einen britischen Vertriebspartner gefunden und den Export um 8,5 Prozent auf 166.000 hl gesteigert, aber entscheidend sei, so Huber, „die Pflege unseres Heimatmarktes“.

Harald Ries



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