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Jugend-Workcamp

Unterricht draußen in der Natur

12.09.2012 | 06:00 Uhr
Unterricht draußen in der Natur
In ihrem grünen Klassenzimmer: Die Jugendlichen des Workcamps mit Helfern und Unterstützern.Foto: Jürgen Kortmann

Eversberg.   Jetzt können die Eversberger Kinder Unterricht im „grünen Klassenzimmer“ bekommen; draußen, am Altstadtpfad. Verwirklicht haben das zwölf junge Erwachsene aus aller Welt. Drei Wochen lang waren sie hier in einem internationalen Jugend-Workcamp. Gestern konnten sie dieses Klassenzimmer der besonderen Art offiziell übergeben.

Jetzt können die Eversberger Kinder Unterricht im „grünen Klassenzimmer“ bekommen; draußen, am Altstadtpfad. Verwirklicht haben das zwölf junge Erwachsene aus aller Welt. Drei Wochen lang waren sie hier in einem internationalen Jugend-Workcamp. Gestern konnten sie dieses Klassenzimmer der besonderen Art offiziell übergeben.

Meschedes Bürgermeister Uli Hess lobte die Gäste: „Die Arbeit kann sich sehen lassen.“ Allein 300 Arbeitsstunden steckten die Mexikaner, Nordiren, Koreaner und Co. in das Freiluft-Klassenzimmer.

Sie hatten aber auch noch weitere Baustellen in der Natur: Am Matthias-Claudius-Haus und am Haus Dortmund setzten sie den Walderlebnisparcours in Stand, außerdem begannen sie mit der Anlage eines Schulwaldes, ebenfalls am Altstadtpfad. Ihr Ziel dabei: Unbedingt etwas Nachhaltiges zu schaffen. Die weitere Ausgestaltung des Schulwaldes nämlich übernimmt die Eversberger Grundschule. So haben die Workcamp-Teilnehmer schon ein meterhohes „Insektenhotel“ angelegt, das von den Kindern weiter ausgebaut wird, außerdem sind schon die Löcher für 40 Obstbäume gebuddelt, die die Kinder pflanzen werden.

Möglich wurde das Camp auch nur, weil viele Hände ineinander griffen: Angeleitet wurden die ausländischen Helfer von Mitarbeitern des Städtischen Baubetriebshofes und des Forstes sowie des Landesbetriebes Wald und Holz, die Sparkasse gab Geld für den Aufenthalt der jungen Leute, ebenso half der „Leader“-Verein „Vier mitten im Sauerland“.

Damit allerdings, sagte gestern Stadtförster Roland Wiese, sind auch vorerst alle touristischen Vorhaben in der Region abgearbeitet. Ob das Jugendworkcamp 2013 wiederholt wird, ist noch offen – denkbar ist, dass es dann im Schmallenberger Sauerland angeboten werden könnte.

Vermittelt hatte die Jugendlichen Projektreferentin Nicole Thönnes von den „Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten“ aus Bonn. Auch sie machte sich gestern ein Bild von der geleisteten Arbeit – und war begeistert. Sie registriert im Ausland ein ungebrochenes Interesse für Deutschland: Vor allem aus der Ukraine, Weißrussland und Russland, um Deutschkenntnisse aufzubessern und die deutsche Kultur kennenzulernen.

Jürgen Kortmann


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