Umgang mit Trauernden lernen

Meschede..  „Das Schlimmste für mich war, dass mir alle aus dem Weg gegangen sind!“ Dies sagte ein Jugendlicher nach dem plötzlichen Tod seines Vaters. Er hatte kaum Gelegenheit, über seine tiefe Trauer zu sprechen. Andere erleben ihre Verluste besonders heftig in der dunklen Jahreszeit, vor allem an Feiertagen, wenn alle anderen sich zu freuen scheinen.

Um aus dieser Hilflosigkeit im Umgang mit Trauernden herauszukommen, bietet Mechthild Westerbarkey einen Kurs zum Thema „Trauernde hilfreich begleiten lernen!“ an. Er findet ab dem 15. Januar an neun bis zehn Abenden im St. Walburga Jugendheim auf dem Stiftsplatz (Eingang am Denkmal) statt.

Drei Schwerpunkte

Jeder Abend hat drei Schwerpunkte: Die Auseinandersetzung mit den eigenen Trauer- und Verlusterfahrungen, das Wissen um die verschiedenen Trauerphasen nach Verena Kast und die Einübung von geeigneten Gesprächsmethoden, um hilfreicher und angstfreier auf Trauernde zugehen und sie vielleicht eine Zeit lang auf ihrem Weg einfühlsam begleiten zu können. An einem Abend wird das Arnsberger Hospiz besucht. Eingeladen zu dieser Fortbildung sind alle, die sich auf eigene und fremde Verlusterfahrungen jeglicher Art zusammen mit ähnlich motivierten Menschen einlassen wollen.