Umbau am Schwimmbad

Hier im Bereich der ehemaligen Umkleiden entsteht zur Zeit der neue Multifunktionsraum
Hier im Bereich der ehemaligen Umkleiden entsteht zur Zeit der neue Multifunktionsraum
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Für 200000 Euro entsteht am Schwimmbad in Meschede ein neuer Multifunktionsraum. Nach Fertigstellung sollen hier vor allem Ältere Sport treiben können.

Meschede..  Das Mescheder Schwimmbad wird vielseitiger. Dafür haben die Umbauarbeiten begonnen. Mitte 2015 soll dann ein neuer Multifunktionsraum fertig gestellt sein, der vor allem den Älteren neue Sportmöglichkeiten eröffnen wird. 200 000 Euro lässt sich die Stadt das kosten.

Fachbereichsleiterin Gisela Bartsch kennt die Trends: „Die Senioren werden sportlicher, aber sie spielen keinen Fußball. Dafür suchen sie Angebote im Bereich der Gesundheit.“ Diese Angebote, etwa im Reha-Bereich, für den Behindertensport, für Zumba oder Gymnastik gibt es zwar in Meschede, aber es fehlen geeignete Räume. Vom Kreissportbund kam zuletzt sogar die Anfrage, ob man nicht mit einer Gruppe in den Sitzungssaal des alten Amtshauses in Freienohl ausweichen könnte – der Sport hätte da auf dem Teppichboden stattgefunden.

„Für Sport in der kleineren Gruppe sind unsere Turnhallen nicht ausgelegt“, sagt Dominik Kotthoff, der gemeinsam mit Peter Plag für die Stadtverwaltung den Raum am Schwimmbad plant: Die Turnhallen sind viel zu groß, die Hallen-Durchschnittstemperatur von 17, 18 Grad ist für Gymnastik viel zu kalt. Was fehlt, sind kleine, kompakte Sporträume – die dann obendrein die vollbelegten großen Hallen entlasten. Solch ein kompakter Kursraum entsteht nun am Schwimmbad. Für den Umbau ist ein Teil der überdimensionierten und ungenutzten Sommerumkleiden im Freibadbereich abgerissen worden. Es ist der erste Sportraum der Stadt, der abseits von Schulen verwirklicht wird – alle Turnhallen sind bislang ursprünglich für den Schulsport gebaut worden. 100 Quadratmeter können die Sportler in dem neuen Raum künftig nutzen, das reicht für 20 bis 30 Leute.

Unterstützung der Vereine

Der Raum (hell zur Straßenseite hin, geschlossen zur Badseite) erhält einen gedämmten Schaumstoffboden, es gibt eine Spiegelwand an einer Seite, mehr nicht an Ausstattung. Es soll ja kein Kraftraum werden, die Stadt will nicht in Konkurrenz zu Fitness-Studios treten. Material für die Gruppenarbeit kann in einem Lagerraum aufbewahrt werden. Dazu gehören eine Gruppenumkleide und Duschen.

Vorrang bei der künftigen Nutzung sollen die Sportvereine haben, sagt Gisela Bartsch, um deren Arbeit zu unterstützen. Die Nutzungsgebühr wird noch kalkuliert: „Das wird bezahlbar sein“, verspricht Bartsch.

Übergang zum Wasser

Der Raum wird autark sein: Er erhält einen eigenen Zugang von der Le-Puy-Straße aus. Wer will, kann nachher nebenan ins Schwimmbad. Und genau auf diese Synergien hoffen die Sport-Planer der Stadt: Das Bad soll dadurch insgesamt an Attraktivität gewinnen. Bademeister André Kettler schwärmt: Nach dem Training im Sportraum kann man die Muskeln beim Schwimmen entspannen oder die Sauna genießen – „die Idee ist einfach perfekt“.