Überzeugende Lösungen sollten kein Tabu sein

Franz-Stahlmecke-Schule.  . Die CDU-Fraktion hat in der letzten Sitzung des Stadtrates das von der Verwaltung vorgeschlagene zweistufige Bieterverfahren zur Veräußerung von Grundstück und Gebäuden auf dem Gelände der ehemaligen Franz-Stahlmecke-Schule unterstützt. Dabei folgte der Rat einem Beschluss aus dem Jahr 2010, nach dem die Stadt nicht mehr benötigte Gebäude konsequent veräußern solle. Dies war bisher auch immer Konsens zwischen allen Fraktionen.


Nachdem die Schule 2013 ihren Betrieb aufgrund zurückgegangener Schülerzahlen einstellen musste, gab es zahlreiche Bemühungen, eine Nachnutzung für die Gebäude als Ganzes zu finden. Leider sind alle potenziellen Käufer, die die Gebäude in der heutigen Form hätten nutzen können, letztendlich abgesprungen. Aus Sicht der CDU-Fraktion muss man nun aber auch so ehrlich sein und zur Kenntnis nehmen, dass es offenbar keine Interessenten gibt, die die Schule so als Ganzes übernehmen wollen.


Der Stadtverwaltung dabei mangelnde Kreativität vorzuwerfen, ist schlichtweg absurd. So war es doch genau diese Stadtverwaltung, die durch clevere Ideen und viel Kreativität die Entwicklungen der letzten Jahre auf den Weg gebracht hat, die wir z.B. in der Mescheder Innenstadt beobachten können. Daher ist es nun an der Zeit, auch hier nicht zuletzt auch im Sinne der Nachbarschaft Bewegung in die Sache zu bringen. Durch Abwarten wird die Lage nicht besser.


Wir halten den Weg des zweistufigen Bieterverfahrens dabei für genau den Richtigen, da mögliche Interessenten dem Rat ein Konzept für die zukünftige Nutzung des Geländes und der Gebäude vorlegen müssen und der Rat dann dem überzeugendsten Gesamtkonzept den Zuschlag erteilen kann. Dabei spielt nicht das Geld, sondern die Inhalte die wichtigste Rolle. Auch für die CDU ist es eine Möglichkeit, die vorhandene Gebäudesubstanz in eine Nachnutzung zu integrieren. Aber auch andere überzeugende Lösungen sollten kein Tabu sein. Die in den vergangenen Jahren erfolgten Aufwendungen in die Gebäude waren schlichtweg unerlässlich, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten.


Wir sollten das Verfahren als Chance begreifen, an dieser exponierten Stelle eine aktive Stadtentwicklung im Sinne unserer Bürgerschaft zu betreiben und nicht abwarten, bis sich ein solcher Ort zum Gegenteil eines Aushängeschilds entwickelt.


Marcel Spork, Vorsitzender der CDU-Fraktion Meschede