Trauer braucht ganz viel Zeit und Raum

Meschede..  Weil für die meisten trauernden Menschen die schwerste Zeit erst nach der Beisetzung beginnt, wenn alle anderen sich wieder dem Alltag zuwenden, weil Trauer ganz viel Zeit und Raum braucht, weil man Trauer nicht mit Tabletten bekämpfen kann, deshalb begleitet der Verein Trauerwelten seit mittlerweile mehr als 15 Jahren in Meschede und Umgebung trauernde Menschen auf ihrem Weg.

Weggefährte

Der Tod eines Nahestehenden wird vom Zurückbleibenden oftmals wie eine Amputation empfunden. Und da braucht man keinen Rat von „Gesunden“. Tobias Titulaer, der Leiter des Seminars, versteht sich deshalb vielmehr als Begleiter, als Weggefährte auf diesem je einmaligen Weg.

Er bietet deshalb auch niemals fertige Konzepte oder Lösungen, sondern im besten Sinne Krücken, um neu gehen zu lernen, um sicherer zu werden auf den wackeligen Beinen, um neuen Stand, Selbstsicherheit und vor allen Dingen ein neues Selbstwertgefühl langsam zu entwickeln, denn Trauer kann man nicht in ein Schema pressen, jeder Mensch trauert anders.

Zeit nehmen

Das Seminar für Trauernde richtet sich an Menschen, die sich Zeit nehmen möchten und darauf einlassen, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, damit sich so ganz langsam und behutsam diese wandeln kann.

Das neue Seminar dauert bis Ende März. Es findet jeweils montags im 14-tägigen Rhythmus statt in der Zeit von 17.30 bis 19 Uhr.

Das Seminar ist kostenlos.