Tourismus in Schmallenberg boomt - 2015 noch mehr Angebote

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Was wir bereits wissen
Der Tourismus in Schmallenberg und Eslohe boomt. Im Interview blickt Hubertus Schmidt, Geschäftsführer der Kur- und Freizeit GmbH, auf das Jahresende 2014 zurück und verrät, was sich in der Branche 2015 alles verändern wird.

Schmallenberg.. Weiße Weihnachten waren vor Heiligabend 2014 nicht in Sicht, zur Erleichterung von Hoteliers und Liftbetreibern im Sauerland wurde es am zweiten Feiertag dann aber doch noch frostig kalt. So konnten auch Skigebiete ohne Beschneiungsanlage ihre Lifte in Gang setzen und Wintersportler aus Nah und Fern anlocken. Davon profitierten Schmallenberg und Eslohe, wie Hubertus Schmidt (Chef der Kur- und Freizeit GmbH) versichert.

Welche Bilanz ziehen Sie nach den Weihnachtsferien?

Hubertus Schmidt: Wir sind eine Region, die zur Weihnachtszeit grundsätzlich gut gebucht wird. Eine neue Entwicklung ist die steigende Nachfrage während der Adventszeit, die bis vor einigen Jahren kaum Relevanz hatte. Viele kommen, um die Weihnachtsmärkte zu besuchen oder sich zum Ende des Jahres noch ein paar Wellness-Tage zu gönnen. Darauf haben sich die Hotels mit kürzeren Schließzeiten eingestellt.

Welche Rolle hat dabei das Wetter gespielt?

Der Schneefall am Zweiten Weihnachtstag hat noch viele spontane Buchungen mit sich gebracht, weil dann Wintersportbedingungen da waren. Rund um den Jahreswechsel waren die Unterkünfte zu fast 100 Prozent ausgebucht.

Was heißt das in Zahlen?

Tourismus In Schmallenberg und Eslohe haben wir insgesamt rund 7000 Betten – also waren es in etwa auch so viele Gäste.

Hat sich bezüglich des Reiseverhaltens oder der Herkunft der Gäste etwas verändert?

Die Aufenthaltsdauer ist rund um die Feiertage kürzer geworden. Früher sind die Gäste im Schnitt sechs Tage blieben, heute nur noch etwa halb so lang. Das bedeutet für die Hoteliers natürlich doppelt so viele Buchungsfragen und doppelt so viele Bettenwechsel. Mittlerweile kommen auch mehr Gäste aus der Nähe für einen Kurzurlaub hierher, die nur ein oder zwei Stunden lange Anfahrten haben. Einen hohen Übernachtungsfaktor nehmen bei uns aber auch die Familienurlaube ein.

Was bringt das Jahr 2015 aus touristischer Sicht für das Schmallenberger Sauerland Neues mit sich?

Wir werden uns zum einen noch mehr auf die Bedürfnisse von Allergikern einstellen und uns in einem Netzwerk von allergikerfreundlichen Urlaubsorten in ganz Deutschland zusammenschließen. Außerdem wollen wir in Zusammenarbeit mit dem Sauerländer Gebirgsverein die Qualität der Wanderwege noch weiter verbessern und die Routen digital aufbereiten. Aber auch das Golfen, die Wellnessangebote und die Familienurlaube auf den Ferienhöfen werden weiterhin eine große Rolle für die Region spielen. Außerdem wollen wir die Sauerland-Card weiter aufwerten.