Therapeuten könnten Ärzte entlasten

Was wir bereits wissen
Können Ergo- und Physiotherapeuten oder auch Pflegekräfte Ärzte im ländlichen Raum entlasten, wenn sie mehr Verantwortung übernehmen dürften?

Bestwig..  Das wird die zentrale Frage einer Podiumsdiskussion im Bestwiger Rathaus sein, zu der die Bildungsakademie für Therapieberufe Bergkloster Bestwig einlädt. Bereits seit 20 Jahren bilden die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel in Bestwig Ergo- und Physiotherapeuten aus - dieses Jubiläum ist der Anlass für die öffentliche Diskussion über die Zukunft der Gesundheitsberufe. Beginn ist am Mittwoch, 13. Mai, um 15 Uhr im Bürgersaal.

Prominent besetztes Podium

In anderen Ländern brächten Angehörige der Ge­sundheits- und Pflegeberufe ihre Kompetenz und Erfahrung längst intensiver in die Gesundheitsver­sorgung ein, betont Andreas Pfläging als Leiter der Bildungsakademie. Um das in Deutschland zu ermögli­chen, müsse aber auch die Politik mehr Verantwortung wagen. Prominente Gäste auf dem Podium sind u.a. Karl-Josef Laumann (CDU) und Franz Müntefering (SPD). Das Thema lautet: „Mehr Verantwortung wagen. Ein Therapievorschlag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.“ Laumann ist Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patienten sowie Bevollmäch­tigter für Pflege. Früher war er Gesundheitsminister in NRW. Müntefering ist ehemaliger Bundessozialminister und Vizekanzler, war Beauftragter der SPD-Fraktion für demografische Entwicklung und setzt sich bis heute mit Gesundheitsthemen auseinander.

Die weiteren Gesprächspartner sind: Dr. Almut Satrapa-Schill, Vorsitzende des Fördervereins Nationaler Gesund­heitsberuferat und langjährige Leiterin des Sonderbereiches „Zukunftsfragen der Gesundheitsversor­gung“ der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart; Prof. Dr. Ferdinand Gerlach, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begut­achtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Goethe-Universität, Frankfurt am Main; Markus Warode, geschäftlicher Leiter des Instituts für Kirche, Management und Spiritualität in Münster; sowie Ralf Klose, kaufmännischer Direktor „Netzwerk heilpädagogi­scher Hilfen Niederrhein“ des Landschaftsverbandes Rheinland, Köln.