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Telekom-Bekenntnis zum Standort Meschede

04.05.2011 | 11:39 Uhr
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Telekom-Bekenntnis zum Standort Meschede
Das Gebäude der Deutschen Telekom in der Feldstraße: Bis zur Privatisierung war Meschede ein bedeutender Standort. Heute sind immer noch fast 440 Mitarbeiter dort beschäftigt.

Meschede. Die Deutsche Telekom will auch langfristig am Standort Meschede festhalten. Das geht aus einem Schreiben hervor, das Bürgermeister Uli Hess aus der Geschäftsführung des Unternehmens erhalten hat.

Bezogen auf Dortmund und Meschede teilte Dietmar Welslau mit: „Ich kann Ihnen versichern, dass diese Standorte nach wie vor wichtig für unser Unternehmen sind und auch in Zukunft bleiben werden“. Bürgermeister Hess hatte sich zuvor mit einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden René Obermann gewandt. Anlass sind die Pläne der Telekom, bis Ende 2012 an verschiedenen Standorten die Bereiche IT und Geschäftskunden abzuziehen. Auch Meschede ist davon betroffen, ebenso Dortmund, wo ebenfalls viele Hochsauerländer beschäftigt sind.

Welslau verteidigt in seiner Stellungnahme die Konzen­tration auf weniger Standorte als bisher. Das sei notwendig, um Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Ein Arbeitsplatzabbau sei da­mit aber nicht verbunden. Zugleich räumte Welslau ein, dass „für einen Teil der Mitarbeiter längere Fahrzeiten zum Arbeitsplatz leider nicht zu vermeiden“ seien. Das trifft insbesondere für Meschede zu: Nach den bisherigen Plänen sollen 40 Mitarbeiter aus der Geschäftskunden- und IT-Sparte künftig bis nach Düsseldorf und Bonn fahren. Bis Ende 2012 will die Telekom die Änderungen umgesetzt ha­ben - die Verhandlungen darüber mit Verdi laufen aber noch.

Erhalten bleiben soll nach Angaben von Welslau in Meschede aber auf jeden Fall der Privatkundenservice: Hier sei massiv in neue und zu­kunftsfähige Arbeitsplätze in­vestiert worden. Meschede gehört zu 33 von früher 63 Standorten im Kundenservice. Darum hatten die Be­schäftigten allerdings vor mehr als zwei Jahren erbittert gekämpft. Zeitweilig hatte sich auch Meschede auf der Streichliste befunden, als im Kundenbereich ebenfalls die Standorte reduziert worden waren.

Nach der Verlagerung der Stellen aus den Bereichen IT und Geschäftskunden bleiben nach offiziellen Angaben noch 441 Arbeitsplätze bei der Deutschen Telekom in Meschede. Vergleiche mit früheren Zeiten zeigen allerdings, wie sehr der Standort gestutzt worden ist: In Spitzenzeiten waren mit den Außenstellen im Hochsauerlandkreis fast 2000 Mitarbeiter bei der Deutschen Telekom in Meschede beschäftigt. In­zwischen werden auch Büros im Gebäude in der Feldstraße untervermietet.

Oliver Eickhoff

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