Tankstellen-Überfall hat eine „besondere Handschrift“

Am Sonntag, 18. Januar 2015 wurde die Tankstelle an der  Warsteiner Straße überfallen.
Am Sonntag, 18. Januar 2015 wurde die Tankstelle an der Warsteiner Straße überfallen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach den Überfällen in der Mescheder Innenstadt ermittelt die Polizei weiter. Noch gibt es keine offiziellen Festnahmen. Die überfallene Seniorin ist mittlerweile wieder zu Hause.

Meschede..  Noch hat die Polizei keine weiteren Erkenntnisse zu den Überfällen Ende Januar. „Momentan laufen noch die Ermittlungen“, sagt Polizeipressesprecher Ludger Rath. Er könne aber dazu keine weiteren Details verraten. Es handele sich dabei um zeitintensive Untersuchungen. „Doch eins ist sicher: Der Fall ist noch lange nicht zu den Akten gelegt.“

Außerdem gehe die Polizei davon aus, dass zumindest die ersten drei Überfälle von den gleichen Tätern verübt wurden. „Der Überfall auf die Tankstelle allerdings – obwohl es sich auch da um drei Täter handelte – hatte schon eine besondere Handschrift“, sagt Rath.

Vier Überfälle in kurzer Zeit

Sonntagabend, 18. Januar, waren innerhalb kürzester Zeit vier Überfälle verübt worden. Um kurz vor 19 Uhr hatten in der Unterführung drei junge Männer versucht, zwei 15- und 17-Jährigen ihre Wertgegenstände abzunehmen. Die Jungs konnten aber fliehen. Kurz darauf – gegen 19 Uhr – wurden zwei Seniorinnen an der Lagerstraße, Ecke Burgwall hinterrücks überfallen. Die Täter stahlen ihre Handtaschen, eine Seniorin stürzte so, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste. Um 19.30 versuchte ein Jugendlicher dann, einer Frau am Walkenmühlenweg ihr Schlüsselmäppchen zu entreißen, als sie den Schlüssel gerade ins Schloss ihrer Haustür stecken wollte. Dabei riss das Verbindungsband und der Dieb lief mit zwei weitereren Kumpanen und dem Mäppchen davon.

Um 21.40 Uhr kam es dann zum Überfall auf die Aral-Tankstelle an der Warsteiner Straße. Dort erpresste ein Täter mit vorgehaltener Schusswaffe die Tageseinnahmen. Ludger Rath sagt zu den laufenden Ermittlungen: „Es wird nichts unversucht gelassen.“

Die verletzte Seniorin übrigens ist wieder zu Hause. Die 87-Jährige trainiert seit drei Wochen mit dem Rollator, um nach einem Beckenbruch wieder mobil zu werden. Trotz allem, so sagt ihr Sohn: „Das hinterlässt Spuren.“