Täter leugnete am Ende nicht mehr
08.01.2009 | 17:59 Uhr 2009-01-08T17:59:47+0100Meschede. (be) Die Vorbesprechung dauerte länger als die Verhandlung und die endete gestern für einen 32-Jährigen mit einem Urteil über zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen Vergewaltigung.
Im Mai 2004 soll der Angeklagte seine damalige Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung vergewaltigt haben. Die Aussage des Opfers hatte das Gericht durch ein Glaubwürdigkeitsgutachten prüfen lassen. Und das ließ keine Fragen offen.
In seltener Einigkeit befanden Staatsanwältin und Verteidiger die Aussage des Opfers als "perfekt". Außerdem ging das Gutachten auf alles ein, was einem Gericht wichtig ist: detailreiche Schilderung der Tat, stringente Aussage, keine "überschießende Belastungstendenz". Von einer rachsüchtigen Ex-Geliebten konnte danach keine Rede sein; von dem Standard-Verteidigungsargument, dass es sich bei dem Vorfall um einvernehmlichen Verkehr gehandelt habe, auch nicht.
Es dauerte eine Weile, bis auch der Angeklagte das einsah. Doch ließ er sich - zu seinem Glück - von seinem Verteidiger überzeugen, dass Leugnen zwecklos sei. Der Anklage "trat er nicht mehr entgegen". Der Unterschied dieser Haltung zu einem echten Geständnis existiert höchstens in der Rechtstheorie, ist für den Ausgang eines Strafverfahrens belanglos.
Weil der Angeklagte nicht vorbestraft ist und dem Opfer sowie sieben weiteren Zeugen durch sein "Nicht-Leugnen" eine erneute Aussage vor Gericht ersparte, war eine Bewährungsstrafe möglich.
Auflage: 300 Stunden gemeinnützige Arbeit
Dem Antrag der Staatsanwaltschaft, dem Angeklagten die Zahlung von 1500 Euro an einen Frauenhilfe-Verein aufzuerlegen, entsprach das Gericht ebenso wenig wie dem Wunsch der Nebenklage, diesen Betrag an das Opfer zahlen zu lassen. Stattdessen muss der Mann in den kommenden acht Monaten 300 Stunden gemeinnütziger Arbeit ableisten. Staatsanwaltschaft und Verteidigung verzichteten auf Rechtsmittel.
16:07
Warum hält es eine Person hier für notwendig die Identität von anderen zu nutzen um ihre Meinung zu äußern?! Ich möchte an dieser Stelle explizit darauf hinweisen, dass der Kommentar #9 nicht von mir (S.K.) verfasst worden ist. Von mir stammen lediglich der Beitrag #6 und #7, sowie natürlich dieser Kommentar hier.
Nicht zuletzt wegen dieses Umstandes fühle ich mich noch einmal in meiner Überzeugung bestätigt, dass gewissen Personen in diesem Beitrag mehr oder weniger persönlich mit dem “Opfer“ zu tun haben müssen. Sollte es sich bei dem/der Schreiber/in des Beitrags #9 sogar um das vermeintliche Opfer handeln, wirft dies natürlich auch gleich ein schlechtes Licht auf dessen Glaubwürdigkeit.
Ich möchte mich an dieser Stelle aus diesem Forum verabschieden. Ich halte es nicht für sinnvoll weiterhin Kommentare zu verfassen, wenn ich feststellen muss, dass das Thema Ehrlichkeit hier keinen besonderen Stellenwert genießt. Sollten im Anschluss noch weitere Beiträge von “S.K.“ folgen, so sind diese mit absoluter Sicherheit nicht von mir persönlich verfasst worden.
11:43
Jetzt wird es aber lächerlich!!!! Erst einmal sollte man sein Deutsch etwas aufbessern, bevor seinen wirren und unlogischen Gedanken schriftlich freien Lauf lässt. Wie kommen Sie eigentlich darauf, dass ich mit dem Täter verwandt bin? Kann es nicht sein, dass Sie mit dem angeblichen Opfer verwand sind? Denken Sie mal über Ihre Aussagen nach, bevor Sie sie anderen kund tun. Tatsache ist, dass es auf jeden Fall Irrtümer gibt. Wer sich dessen nicht bewusst ist, ist einfach nur DUMM. Wie ich schon gesagt habe, kann man immer wieder davon in der Presse lesen. Und ich denke, dass die Tatsache, dass der Verurteilte zu so einer milden Strafe verurteilt wurde, schon dafür spricht, dass einige an seine Unschuld geglaubt haben. Vielleicht sollte man einfach mal die Augen öffen und einsehen, dass die angeblich Vergewaltigte nicht mit ihrem Leben klar kommt und so einfach nur einen Dummen gesucht hat, um all ihren Frust loszuwerden und einen Schuldigen für ihr Nichtzurechtkommen gesucht hat. Es gibt auf jeden Fall Frauen, die so eine Tour abziehen. Und wie schon gesagt; - ES GIBT NICHT´S, WAS ES NICHT GIBT! Das ist einfach so und sollte man auch für sich so akzeptieren. Sonst ist man nämlich blind für die Wirren in dieser ungerechten Welt. Also einfach nur mal die Augen aufmachen und nicht immer alles glauben, was man so in der Zeitung liest oder zu hören bekommt. Man sollte grundsätzlich alles hinterfragen und nicht so naiv sein. Aber wenn man das agebliche Opfer deckt und nicht will, dass die Lüge herauskommt, muss man ja so eine Tour anwenden.
19:58
richtig Lisa Maria!! GRUNDSÄTZLCH GIBT ES NICHTS WAS ES NICHTS GIBT!!!
das bedeutet wohl leider auch das die freunde und familienmitglieder mal die augen öffnen sollten und die gedanken zulassen sollten, nicht mit blinder wut zu verurteilen, sondern es mal zuzulassen...das der eigene freund, sohn oder bruder EIN VERGEWALTIGER ist!!!!
das sowas schmerzhaft ist sich einzugestehen, lässt sich wohl nicht abstreiten. aber so lächerlich selbstgerecht durch die welt zu wandern.. mit schlauen phrasen um sich zu werfen oder juristen deutsch anzuwenden, nur um jemanden zu schützen, kann wohl nicht so AUGEN ÖFFNENT sein.
aber am ende ist es wohl nur selbstschutz...denn wer möchte schon BEWUSST mit einem VERGEWALTIGER zusammensein, verwandt sein oder geschweige denn, ihn in schutz genommen haben und immer noch nehmen??
dann lieber gegen alle schießen und sich fein einreden...das es am staate deutschland liegt, oder eine Irre ihre methoden anwendet, so schreibt es ja die Lisa Marie..
alles ist einfacher, solange man sich nicht ernsthaft und bewusst damit auseinadersetzten muss...das so ein VERGEWALTIGER in den eigenen reihen lebt und man ihn wohl auch noch vertraut und liebt?!?!?
blindheit findet sich wohl überall...
und erleuchtung finden die gerechten.
14:58
Zu hinterfragen ist grundsätzlich ALLES. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Wir sind alle nur Menschen und machen Fehler. Auch Gutachten können und werden mit sicherheit Fehler beinhalten. Wer da total naiv ist und glaubt, dass dort alles 100%ig ist, irrt. Oder warum befinden sich dann viele unschuldig verurteilte Menschen z.B. im Gefängnis. Oft genug hört man doch von solchen armen Verurteilten, wo sich dann Jahre nach der Verurteilung herausstellt, dass derjenige zu Unrecht verurteilt wurde. Wenn doch alles so 100%ig erledigt wird, dürfte so etwas nicht passieren. Und auch solche Gutachten werden nicht immer ordnungsgemäß und profesionell erstellt. Also einfach nur mal die Ohren und Augen öffnen und nicht vorschnell urteilen und anderen diese Meinung aufs Auge drücken.
13:59
@ Dr. Rainer Schwieger: Noch ein kurzer Hinweis: Die Begutachtungen werden nicht von Kriminalpsychologen, sondern von “normalen“ Gutachtern getätigt. Diese werden vom Gericht bestellt und sind nicht der Exekutive unterstellt.
Meiner Meinung nach noch ein Indiz, dass Sie nicht wirklich in der Materie bewandert sind. Kann es vielleicht sogar sein, dass Sie ein persönlicher Bezug mit dem “Opfer“ verbindet?
13:50
@ Dr. Rainer Schwieger: 100-prozentiges Gutachten = 100 Prozent Sicherheit?! Also wenn ich Ihr Statement so lese, kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie sich wirklich “sehr gut auskennen“.
Mir ist da z. B. ein Fall aus eigener Erfahrung bekannt, wo ein angebliches Opfer ebenfalls ein 100-prozentiges Gutachten bezüglich der Glaubwürdigkeit bescheinigt bekam. Im Lauf der weiteren Ermittlungen ist dann jedoch festgestellt worden, dass das “Opfer“ massiv gelogen hatte, weshalb die zuvor anberaumte Verhandlung sogar kurzfristig abgesagt wurde! Es hatte sich weitergehend herausgestellt, dass der Vorwurf erfunden war, was das Opfer schlussendlich sogar zugab!
Ich denke man sollte etwas differenzierter denken, wenn man Glaubwürdigkeitsgutachten als “absolut sicher“ definiert. Gut möglich, dass der überwiegende Teil der Begutachtungen zutreffend und richtig ist, aber schließt diese Tatsache nicht aus, dass Gutachter auch nur Menschen sind und daher sicherlich auch fehlerhaft urteilen.
20:29
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20:29
@ Lisa Marie: Dein Glaube an das Rechtssystem ist erschüttert, weil er verurteilt wurde? Das versteh ich nicht ganz. Das kann ja nur ne Angehörige vom Täter erschüttern. Vielleicht solltest du dir mal Gedanken darum machen, dass er wohl wirklich schuldig ist, wenn das Gutachten der Frau 100% Glaubwürdigkeit bescheinigt hat.
19:48
Ja denke auch das Jahre eigenlich sehr ernüchternd für ein Opfer sein müssen!! Wie sich die wohl fühlen müssen, nach solchen Vorwürfen!!
So eine Methode??
Es heißt doch sie hat ein Gutachten ablegen müssen??
Da ich mich aus beruflichen Gründen hier sehr gut auskenne, weiß ich wie extrem detaliert und höchst kompetent hier von den Kriminalpsycholgen vor gegangen wird!
Da hat ein Opfer oder jemand der es vorgibt absolut nichts zu lachen! Jeder der da etwas nur versucht vorzutäuschen, fliegt definitiv auf oder bekommt kein gut bewertetes Gutachten.
Aer laut Aussage im Bericht, hat diese FRau ja 100% im Gutachten zugesprochen bekommen!!
Das ist dann echt nicht mehr zu hinterfragen!
Daher finde ich, dass man nicht einfach beschuldigt wird in Deutschland, es sollten nur jedesmal diese Gutachten erstellt werden!
Also, in diesem Fall hier, ist der Peiniger definitiv ein VERGEWALTIGER!!!
SCHADE, er hätte mal lieber die Klage angetreten, da wäre sicherlich eine höhere Strafe bei rumgekommen!
Arme Frauen, die hier wieder den Beweis bekommen, dass Deutschland zu human ist!
Ihr habt mein Mitgefühl.
19:46
Leider werden viel zu wenig Vergewaltigungen angezeigt, die in den eigenen 4-Wänden passieren!!! Ich denke daher nicht nicht, dass in Deutschland Vergewaltiger vorschnell verurteilt werden. Die paar, die bestraft werden, kommen oft viel zu glimpflich davon!!!