Stadtarchiv im Abseits

Stadtarchiv..  Das Stadtarchiv steht im Abseits! Gar nicht cool, woll! Fußballsprache + Englisch + Sauerländisch: drei Sprachen zusammen bringen, das ist Vernetzung, neue Identität, umfassende Selbstständigkeit. Zu ihr gehört auch die Vernetzung: heute – früher – ganz früher als Freiheit für die Zukunft. Fachleute nennen das Identität durch Erinnerung. Landesregierung: Erinnerungskultur.


Viel gründlicher als im Internet ist Forschen und Entdecken im Archiv. So untersuchte eine (Klasse 6) Schul-AG den unterschiedlichen Sprachgebrauch in den Pucki-, Heidi- und Nele-Büchern. Ein Mini-Ergebnis: In den Pucki- und Heidi-Büchern war unbekannt das bayrische „Schau’n-wir-mal“. „Woll“ kannte weder Pucki noch Heidi noch Nele. In einer anderen AG wurde in Zeitungen der Gebrauch der Vokabel „Meinung“ (früher) und „Einschätzung“ (heutzutage) bei Journalisten und Politikern festgestellt und gedeutet. Die „AG-Erinnerungskultur“ in einem Gymnasium durchforscht in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern den Gedenk-Inhalt zum 27. Januar in den Jahren 1950, 1968, 1989, 2005... Ein ziemlicher Unterschied bei den Politik-Managern. Ergebnis ist: Für Mescheder junge Leute und Schul-AK ist solche Archiv-Arbeit kaum oder eigentlich nicht zu schaffen. Ins Abseits wurde das Stadt-Archiv gestellt, weil Bildung sich ins Netz verlagert hat? Vernetzung wird zu eng verwirklicht. So genannte Internet-Correctness ist nicht gründlich genug. Über bildungsgerechte Identität von Erinnerung entscheiden Amts- und Partei-Politiker und nicht Schulen. Das Stadtarchiv in zwei Jahren bitte für die Kernstadt Meschede, woll!
Heinrich Pasternak
, Freienohl