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Fehlalarm

Stadt Meschede und HSK prüfen Regress

10.02.2016 | 11:00 Uhr
Stadt Meschede und HSK prüfen Regress
Der zweite Fehlalarm, dieses Mal am Tunnel Olpe der A 46: Die Feuerwehren rücken mit einem großen Aufgebaut an. Hier ist die Rettungsgasse übrigens noch breit, nachher wird sie immer enger.Foto: Stefan Pieper

Meschede.   Wegen einer Panne ist ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst zweimal vergeblich zu den A46-Tunneln ausgerückt. Stadt und der HSK prüfen jetzt Regress gegen den Landesbetrieb Straßenbau.

Wegen einer Panne ist ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst gleich zweimal vergeblich zu den Tunneln auf der A 46 ausgerückt. Die Stadt Meschede und der Hochsauerlandkreis prüfen jetzt Regress gegen den Landesbetrieb Straßenbau – dort hat es ein „internes Kommunikationsproblem gegeben“, wie die Behörde gestern gegenüber unserer Zeitung einräumte.

Es ist 10.09 Uhr am Montag, als zum ersten Mal die Brandmelder im Tunnel auslösen. Für die Leitstelle bedeutet das: Sie muss ein Großaufgebot zur Autobahn schicken. „Für solche Fälle ist in unserer Alarm- und Ausrückeordnung ein erhöhter Kräfteeinsatz vorgesehen“, sagt Stadtbrandinspektor Hubertus Schemme.

Die Löschzuge Meschede und Freienohl, die Löschgruppen Wennemen und Olpe, die Funkgruppe sowie je ein Rettungswagen des Hochsauerlandkreises und des Deutschen Roten Kreuzes fahren mit Blaulicht zum Tunnel Hemberg.

Sie erwartet kein schweres Unglück, sondern eine abgesperrte Baustelle. In dieser Woche werden die Fahrbahnen in den Tunneln der A 46 aufgehellt. Dafür werden Sandstrahler eingesetzt – die vernebeln die Luft und lassen die sensiblen Brandmelder auslösen.

Rettungsdienste eingespannt

Knapp fünf Stunden später, es ist 15.36 Uhr, wiederholt sich der Einsatz, nur dieses Mal im Tunnel Olpe. Dasselbe Aufgebot macht sich mit Blaulicht auf den Weg, nur einer der Rettungswagen wird dieses Mal aus Neheim von der Stadt Arnsberg geordert. Das zeigt bereits eine Problematik: Besonders zur Karnevalszeit sind die Rettungsdienste eingespannt. Die unnötig eingesetzten Fahrzeuge fehlen im Ernstfall an anderer Stelle. „Hilfsfristen können sich verlängern, es kann zu weiteren Anfahrten kommen“, sagt Martin Reuther, Pressesprecher des Hochsauerlandkreises.

Auch für die Freiwillige Feuerwehr war die Situation unbefriedigend: „Natürlich müssen wir immer davon ausgehen, dass jetzt wirklich ein schweres Unglück passiert ist, zumal jeweils nur eine Fahrtrichtung gesperrt war und der Verkehr ja in andere Richtung lief“, erklärt Stadtbrandinspektor Schemme. „Im Hinterkopf war uns beim zweiten Mal allerdings klar, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Fehlalarm ausrücken.“ Mehr als 30 Feuerwehrleute waren dennoch in ihre Gerätehäuser gefahren und dann in voller Montur losgeprescht.

Hinweise wurden übermittelt

Zweimal dieselbe Panne – wie konnte es dazu kommen? Die Vorschriften besagen: Bei Arbeiten an den Tunneln müssen die Unternehmen die Leitzentrale des Landesbetriebs Straßenbau in Hamm verständigen. Von dort können die jeweiligen Brandmelder so geschaltet werden, dass sie keinen Alarm mehr auslösen. Dieser Hinweis ist nach Recherchen unserer Zeitung auch jeweils übermittelt worden. Der Landesbetrieb Straßenbau räumte die Panne ein. „Es ist eine Information nicht weitergegeben worden“, sagte ein Sprecher der Behörde.

Ihr droht jetzt eine Rechnung aus dem Rathaus und dem Kreishaus: Wenn Brandmelder aufgrund mangelnder Wartung oder aufgrund von nicht angemeldeten Arbeiten auslösen, können Gebühren für den Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst berechnet werden. Stadt Meschede und Hochsauerlandkreis warten jetzt auf die Einsatzberichte.

Oliver Eickhoff

Kommentare
12.02.2016
14:43
Stadt Meschede und HSK prüfen Regress
von MaWe01 | #2

Ich bin gerade durch die Tunnel gefahren. Gibt es schon ein Termin zum Austausch des Fahrbahnbelages? An der Farbe des Fahrbahnbelags hat sich nach...
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2016-02-10 11:00
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