Stadt ließ „Deckers Gässchen“ vor 25 Jahren erneuern

Im Jahre 1990, also vor 25 Jahren, wurde das „Deckers Gässchen“ erneuert. Die schöne Altstadtgasse ist den Wenigsten bekannt. Ziel der Erneuerung war damals nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch eine attraktivere Gestaltung. Bei den Arbeiten wurde die intakte Natursteinmauer mit Efeubewuchs erhalten. Stark zerstörte Bereiche wurden mit typischen Grauwackenmaterial erneuert, ein vorhandener Maschendrahtzaun gegen einen Senkrechtszaun und der Asphaltbelag gegen Altstadtpflaster ausgetauscht. Die Gasse erinnert an den Wohnsitz einer Adelsfamilie, die einem ganzen Stadtviertel ihren Namen gab. Das „Deckers Viertel“ lag südwestlich der Stadt und hat seinen Namen von der „Familie von Dorlar, genannt Deckers“ erhalten, die im Süden der Stadt ein Burghaus besaßen. Die Gasse führt seit 1880 den Namen „Deckers Gässchen“. Im Bereich des Feuerkumpes, der Mühlengasse, des Deckers Gässchen und der Wasserpforte blieben beim letzten Stadtbrand am 31. Oktober 1822 17 Häuser verschont. Die Häuser standen dort weiter auseinander, so dass die Flammen nicht an die strohgedeckten Häuser herankamen.
Foto: Archiv Helmut Voß