Spiritualität und Tourismus

Schmallenberg..  120 Gäste konnten die Initiatoren des Projekts „Wege zum Leben. In Südwestfalen.“ beim inzwischen fünften „Infotag Spiritualität und Tourismus“ im Holz- und Touristikzentrum in begrüßen. Mit dabei waren Akteure des „Spirituellen Sommers“, Gastgeber und Tourismusinstitutionen und Interessierte aus dem ganzen Sauerland und Siegerland-Wittgenstein. „Diesmal konnten wir das Thema ganz pragmatisch angehen“, sagt Tourismusdirektor Hubertus Schmidt.

Praxisnahe Workshops

Konkret ging es an diesem Nachmittag darum, welche Angebote zum Thema Spiritualität der Tourismus für seine Gäste entwickeln kann und welchen Stellenwert das Thema aktuell im Tourismus hat.

Lars Morgenbrod vom Sauerland-Tourismus zeigte auf, welche touristischen Produkte in Zukunft die Veranstaltungsreihe „Spiritueller Sommer“ ergänzen können. Noch handfester wurde es im Workshop des Hilchenbacher Fotografen Klaus-Peter Kappest: Wie sehen die Bilder aus, die das Thema auf neue Weise transportieren und welche Bedeutung hat dabei – neben dem Blick des Fotografen – die Arbeit mit den richtigen Lichtkompositionen?

Sabine Falk, Kommunikationsberaterin aus Kassel, erarbeite mit den Teilnehmern, was es braucht um Texte zu schreiben und welche Worte es einfacher machen, den Gästen im Gespräch spirituelle Angebote nahezubringen.

Die allgemeiner angelegte Einordnung des Begriffs Spiritualität im Beitrag von Dr. Hildegard Mogge-Grotjahn, Professorin für Soziologie an der Evangelischen Fachhochschule in Bochum, sorgte bei den Anwesenden nicht nur für mehr Verständnis, sondern machte erneut deutlich, wie wichtig das Thema für viele Menschen heute ist . In ihrem kurzen Blick auf den aktuellen Stand des Projektes konnte Projektleiterin Susanne Falk davon berichten, dass auch das Interesse von außen immer größer wird: „Im März werden wir auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland unser Projekt als Beste-Praxis-Beispiel auf der Fachtagung „Slow Tourism und Pilgerboom“ in Rostock vorstellen.“

Und auch aus Berlin kam Interesse: Unter den Anwesenden war ein Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, der das Projekt auf der ITB in Berlin kennengelernt hatte und sich nun vor Ort informieren wollte.

Mit dieser erfolgreichen Entwicklung im Rücken möchte sich das Projekt im Sommer für eine weitere Förderperiode im Rahmen des Programms „Erlebnis NRW“ bewerben und mit den inzwischen gewonnenen Partnern die nächsten Schritte gehen.