Spatenstich für Feuerwehrhaus

Beim symbolischen Spatenstich  auf Störmanns Wiese: Diplom-Bauingenieur Wolfram Meininghaus, Architektin Kerstin Kinzel, Löschzugführer Kaspar Winkelmeyer, Bürgermeister Stephan Kersting, Wehrführer Christof Hoffmann und Fachbereichsleiter Georg Sommer (von links).
Beim symbolischen Spatenstich auf Störmanns Wiese: Diplom-Bauingenieur Wolfram Meininghaus, Architektin Kerstin Kinzel, Löschzugführer Kaspar Winkelmeyer, Bürgermeister Stephan Kersting, Wehrführer Christof Hoffmann und Fachbereichsleiter Georg Sommer (von links).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Eslohe: Bürgermeister Stephan Kersting nannte es einen „denkwürdigen Tag“ für die Gemeinde. Rund drei Millionen Euro investiert die Gemeinde.

Eslohe.. Kein Glas Sekt zum symbolischen Akt, die Schüppen dafür waren nur ausgeliehen – die Gemeinde Eslohe ist sparsam. Stattdessen investiert sie, wo es nötig ist. Jetzt war der offizielle Spatenstich für das neue Esloher Feuerwehrhaus auf Störmanns Wiese. „Jetzt geht es zur Sache“: Für Bürgermeister Stephan Kersting war das ein „denkwürdiger Tag“ – sowohl für die ganze Gemeinde als auch speziell für die Feuerwehr.

Rund drei Millionen Euro – inklusive des Grundstücks – kostet das Vorhaben, das nun am Ortseingang direkt neben der Esloher Rettungswache entsteht. Aktuell werden der Rohbau, die Dacharbeiten und der Einbau der Fenster ausgeschrieben, so Architekt Wolfram Meininghaus vom Büro Winkler und Partner aus Dortmund. Die Kosten würden derzeit leicht unterhalb des vorgegebenen Rahmens liegen, sagt Bürgermeister Kersting.

Erdarbeiten beginnen

Die Bewältigung der Hanglage ist die technische Herausforderung an dieser Baustelle. 4500 Kubikmeter Erdreich müssen für die Baugrube entnommen werden. Die Erdarbeiten haben jetzt begonnen. Am Braukweg legt der Bagger gerade die Baustellenzufahrt an. Sie wird später befestigt und dann auch die endgültige Zufahrt zu dem neuen Feuerwehrzentrum sein. In fünf bis sechs Wochen sollen die Arbeiten am Rohbau starten.

„Schön, wenn es voran geht“, meinte Wehrführer Christof Hoffmann. Er und Löschzugführer Kaspar Winkelmeyer betonten noch einmal die bessere Verkehrsanbindung, die die Feuerwehr künftig bekomme. Denn die meisten Arbeitsplätze der freiwilligen Einsatzkräfte liegen in den Gewerbegebieten in Bremke und in Kückelheim: Von dort aus ist das neue Zentrum am Braukweg schneller erreichbar als das jetzige, in die Jahre gekommene Feuerwehrhaus am Ortsausgang. „Die Kameraden müssen nicht mehr durch den ganzen Ort fahren“, sagte Fachbereichsleiter Georg Sommer. Zwei Minuten wird das im Einsatzfall einsparen, auch drei Minuten, wenn in Eslohe gerade „Rushhour“ ist – wertvolle zusätzliche Zeit.

Flüchtlinge in jetziger Unterkunft?

Für das jetzige Feuerwehrhaus, zwischen 1970 und 1972 gebaut, kann sich Bürgermeister Stephan Kersting eine Nutzung zur Unterbringung von Flüchtlingen vorstellen: „Das ist eine Idee, eine Option – aber nicht zwingend.“ In dem Gebäude seien zwei Wohnungen, die man schnell nutzen könnte; für einen Umbau der Fahrzeughallen zu Wohnungen müsste dagegen deutlich investiert werden. Generell müsse jedoch erst einmal abgewartet werden, wie sich die Flüchtlingszahlen entwickeln würden.

Eile für eine Entscheidung gebe es nicht: Die Gemeinde hat gerade erst beschlossen, kurzfristig im Kurhaus eine Wohnung zur Verfügung zu stellen. Kersting kann sich aber auch einen Verkauf des Feuerwehrhauses vorstellen: „Um eine Vermarktung in der Lage mache ich mir keine Sorge.“