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Sparkasse blickt auf ein gutes Jahr zurück

07.02.2012 | 18:28 Uhr
Sparkasse blickt auf ein gutes Jahr zurück
Anja Deinzer, Mitglied des Vorstandes, und Peter Vogt, Vorsitzender des Vorstandes, haben über die Entwicklung im Geschäftsjahr der Sparkasse in 2011 gesprochen. Foto: Laura Mock

Schmallenberg.„Wenn es in Schmallenberg gut läuft, läuft es auch bei der Stadtsparkasse gut“, verkündete Peter Vogt, Vorstandsvorsitzender, gestern im Gespräch über das abgelaufene Geschäftsjahr.

Unabhängig von den schwankenden Kapitalmärkten hat der regional begrenzte Markt in Schmallenberg, der sich durch eine geringe Arbeitslosigkeit sowie eine stabile heimische Wirtschaft auszeichnet, zu einem guten Ergebnis bei der Stadtsparkasse geführt.

„Wir sind mit dem Geschäftsverlauf wirklich sehr zufrieden“, sagte auch Anja Deinzer vom Vorstand. Ein erfreuliches Ergebnis mit Blick auf die heimische Wirtschaft: Die Darlehenszusagen an Unternehmen und Selbstständige sind um rund 19 Prozent auf mehr als 22 Millionen Euro angestiegen.

„Das zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind“, so Anja Deinzer weiter. Das Stichwort auf diesem Weg lautet „Sparkassenfinanzkonzept“. Dabei geht es um die Weiterentwicklung hin zur ganzheitlichen Beratung. „Wir werden nie die Günstigsten sein, denn wir sind keine Internetbank, wir haben zum Beispiel sieben Geschäftsstellen.“ Über die Qualität der Beratung möchte sich die Bank positionieren.

Spezielle Schulungen der Mitarbeiter haben bereits in 2009/2010 stattgefunden. Im vergangenen Jahr hat sich die Stadtsparkasse dann externe Hilfe geholt, um einen unabhängigen Blick auf die eigene Entwicklung zu erhalten. „Ein Institut, das Testkaufstudien organisiert, hat uns eine ausgezeichnete Beratungsqualität bescheinigt.“

Vor dem Hintergrund der Eurokrise hat vor allem ein Ergebnis überrascht – „wir haben nicht damit gerechnet, dass Wertpapiere so zunehmen würden“, sagte Peter Vogt. Rund 76 Millionen Euro werden in Kundendepots in Wertpapieren und Investmentfonds verwaltet. Die Umsätze stiegen damit gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent. Allgemein gehe der Trend hin zur kurzfristigen Anlage. Die beliebtesten Formen sind dabei das Tagesgeld oder das Sparkassen-Zuwachssparen.

„Das gute Ergebnis macht aber nicht die Bank, sondern die Mitarbeiter“, ergänzte Anja Deinzer. 83 Mitarbeiter, darunter vier Auszubildende, beschäftigt die Stadtsparkasse Schmallenberg. Drei neue Azubis stoßen zum 1. August 2012 zum Unternehmen dazu.

„Die Suche für 2013 beginnt jetzt“, erklärte Peter Vogt. Das Thema Ausbildung gewinne mit dem demografischen Wandel noch mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund unterstützt die Sparkasse auch das Projekt „Fokus Schule und Wirtschaft“ der Schmallenberger Wirtschaftsförderung.

Einen Ausblick auf 2012 wagte Peter Vogt abschließend: „Die Entwicklung wird nicht so dynamisch weitergehen wie in 2011, aber wir gehen von einer stabilen Entwicklung aus – trotz des Unsicherheitsfaktors der Staatsschuldenkrise.“

Das Geschäftsjahr in Zahlen:

Mit mehr als 10 000 Kunden ergibt sich ein Kundengeschäftsvolumen in Höhe von 553,6 Mio. Euro auf ca. 44 000 Konten und Depots. Die Bilanzsumme per Ende 2011 liegt bei 384 Mio. Euro.

Die an die gewerblichen und privaten Kunden ausgereichten Kredite summierten sich bis Ende 2011 auf 210 Mio. Euro.

In den privaten Wohnungsbau investierten die Bürger 12 Mio. Euro. Hinzu kommen 2 Mio. Euro für energetische Baumaßnahmen an privaten Immobilien.

Rund 262 Mio. Euro haben die Kunden der Sparkasse als Einlagen anvertraut. Zusätzlich werden rund 76 Mio. Euro in Kundendepots in Wertpapieren und Investmentfonds verwaltet.

In 2011 wurden Lebensversicherungen mit einer Beitragssumme von mehr als 7 Mio. Euro abgeschlossen.

Bausparkonten wurden mit einer Bausparsumme von fast 8 Mio. Euro eröffnet.

Mehr als 190 000 Euro sind in 2011 in Spenden und Sponsoring geflossen.

Die Stadtsparkasse hat jetzt auf ihr 156. Geschäftsjahr zurückgeblickt.

Laura Mock

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