Sorglosigkeit der Bewohner erleichtert die Tat

Meschede..  „Riegel vor! Denn sicher ist sicherer“ heißt es in der Präventionswoche zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen in der Zeit vom 24. bis zum 30. Oktober. Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit möchte die Polizei auf das Thema hinweisen, die Bevölkerung sensibilisieren und Tipps geben, die den Tätern die Einbrüche erschweren oder sogar unmöglich machen.

Ein Wohnungseinbruch ist für die Betroffenen oft ein Schock: Viele Opfer empfinden das Eindringen in die Privatsphäre als besonders belastend. Neben dem reinen Sachschaden und dem eventuellen Verlust von unersetzbaren Erinnerungsstücken fühlen sich viele von ihnen in den eigenen vier Wänden nicht mehr wohl. Unsicherheit und Ängste nach einem Einbruch belasten die Opfer oft noch lange nach der Tat.

Sicherung an Fenstern und Türen

Dass man sich vor einem Einbruch schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei: Inzwischen bleiben über 40 Prozent der Taten im Versuch stecken - nicht zuletzt wegen technischer Sicherungen an Fenstern oder Türen. Auch das richtige Verhalten und aufmerksame Nachbarn können helfen, Einbrüche zu verhindern.

Einbrecher kommen oft tagsüber, wenn üblicherweise niemand zu Hause ist – zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend, bei einsetzender Dämmerung oder an Wochenenden. Die Sorglosigkeit mancher Bewohnerinnen und Bewohner erleichtert vielfach eine Tat: Die Wohnungs- oder Haustür wird nur ins Schloss gezogen und nicht abgeschlossen. Der Schlüssel wird in sein vertrautes „Versteck“ unter der Matte gelegt, im Blumenkasten oder auf dem Türrahmen versteckt. Gut erreichbare Fenster, Balkon- oder Terrassentüren bleiben in Kippstellung und somit offen.

Sicherheitsbewusstes Verhalten und solide mechanische Sicherungstechnik (z. B. Schutzbeschläge und Zusatzschlösser) stehen beim Einbruchschutz an erster Stelle und bieten dem Einbrecher Widerstand. Alarmanlagen (so genannte Einbruchmeldeanlagen) verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn nur. Einbruchmeldeanlagen ergänzen mechanische Sicherungen, erhöhen das Entdeckungsrisiko für Einbrecher und bieten somit zusätzlichen Schutz. Die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis engagiert sich im Netzwerk „Zuhause sicher“. Dort haben sich Polizeibehörden, Hersteller von Sicherheitstechnik und Handwerker zusammengeschlossen. Auf Wunsch stellen die Experten der Polizei vor Ort die Schwachpunkte der eigenen Wohnungssicherung fest und machen Vorschläge, wie diese beseitigt werden können. Anschließend haben die Bewohner die Möglichkeit, diese Ein- oder Umbauten von den Handwerkern des Netzwerkes einbauen zu lassen. Diese Sicherungen wurden vorab vom Landeskriminalamt NRW überprüft.

Fachleute im HSK unterwegs

Während der Präventionswoche werden die Fachleute im gesamten Hochsauerlandkreis unterwegs sein. Sie werden auf Wochenmärkten präsent sein und an verschiedenen Orten Vorträge zum Thema Einbruchschutz halten. Am Mittwoch, 26. Oktober, werden die Mitarbeiter des Kommissariats Kriminalprävention über eine Telefonhotline in der Zeit von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr für Fragen erreichbar sein.

„Nur wenn Polizei und Bürger zusammenarbeiten, kann Einbrechern der Riegel vorgeschoben werden“, so die Polizei. „Gerade im Sauerland fallen verdächtige Autos und Personen viel eher auf. Wenn diese sich in Wohngebieten aufhalten, in dem sie sich unter normalen Umständen nicht bewegen oder sich gar auf fremden Grundstücken befinden ist die Polizei an diesen und ähnlichen Beobachtungen interessiert und bittet die Bevölkerung um entsprechende Informationen über den Notruf 110.“

Die Polizei nimmt jeden Hinweis ernst und geht jedem Fall nach. Niemand müsse Konsequenzen befürchten, wenn sich bei diesem Polizeieinsatz herausstelle, dass doch alles seine Richtigkeit habe.