Solidarität mit orientalischen Christen

Meschede..  Seit Jahren leben in Meschede und Umgebung orientalische Christen. Sie kamen auf der Suche nach Arbeit oder als Flüchtlinge ins Sauerland. Unter ihnen sind syrisch- orthodoxe christliche Familien. Weil sie untereinander und in ihren Gottesdiensten die aramäische Sprache verwenden, nennt man sie auch Aramäer. Ihre Zahl ist nicht groß genug, um im Sauerland eigene Gemeinden zu bilden. Aus ihrer Mitte kam deshalb der Wunsch, einmal gemeinsam mit evangelischen und katholischen Christen einen Gottesdienst zu feiern.

Am kommenden Samstag, 28. März, um 18 Uhr wird deshalb der Ökumenische Gottesdienst „kreuz & quer“ im Gemeinsamen Kirchenzentrum zusammen mit der aramäischen Gemeinde Delbrück gefeiert. Er steht unter dem Thema: „Christliche Vielfalt – Aufbruch und Heimat“. Pastor Simon Demir singt mit einem Chor aramäische Gesänge in der Muttersprache Jesu und berichtet über das Schicksal der Aramäer in Syrien, im Irak und in der Türkei. Im Anschluss an den Gottesdienst werden mitgebrachte Speisen geteilt.

Hilfe bei der Flucht in Syrien

Der Gottesdienst hat einen sehr aktuellen Horizont und wird mit einem deutlichen solidarischen Akzent verbunden. Denn im Februar wurden auf einer Frontlinie von 40 Kilometer christliche Dörfer im Nordosten Syriens von der IS überrannt. Tausende aramäische Christen wurden vertrieben, gefangen oder getötet. Die IS erklärte das Land der Aramäer zum Kerngebiet des erstrebten „Islamischen Staates“.

Den Flüchtenden wird in Syrien auf der Flucht von Aramäern geholfen. Die Kollekte des ökumenischen Gottesdienstes ist für das aramäische Solidaritätskomitee „Bethnahrin“ bestimmt. Die Projektgruppe des Ökumenischen Gottesdienstes „kreuz & quer“ bittet um Spenden. Überweisungen sind möglich auf das Konto, Nummer 2005987027, bei der KD Bank, BLZ 35060190, Stichwort „Hilfe für Aramäer“.