Sikawild soll stärker bejagt werden

Gemütliche Rast im Wald: Sikawild hier bei Warstein.
Gemütliche Rast im Wald: Sikawild hier bei Warstein.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Stadt Meschede hält an ihren Plänen fest, den Bestand des Sikawilds in ihren Wäldern zu reduzieren. Dafür sollen in den nächsten Jahren deutlich mehr Tiere als bisher abgeschossen werden.

Meschede..  Sikawild stammt aus Ostasien, ist aber bereits seit 1893 auch im Hochsauerland heimisch. Doch: Es wird zunehmend für Schälschäden in den heimischen Wäldern verantwortlich gemacht.

Noch sei der heimische Raum nicht besonders davon betroffen, sagte Jörg Fröhling, Pressesprecher der Stadt Meschede. Im angrenzenden Revier Hirschberg bei Warstein seien allerdings bereits deutliche Schäden entstanden. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist eine wirtschaftliche Nutzung der dortigen Wälder erst wieder in 50 Jahren möglich. „Wir müssen forstwirtschaftlich an die nächsten Jahrzehnte denken“, erklärte Fröhling.

Im Stadtrat bildete sich dadurch eine ungewöhnliche Allianz: Bei zwei Gegenstimmen der FDP befürworteten CDU, SPD, UWG, Grüne und MBZ ein Schreiben an NRW-Umweltminister Johannes Remmel, das Bürgermeister Uli Hess mit seinen Kollegen aus Brilon, Rüthen und Warstein verfasst hatte. Darin wird teilweise die umstrittene Neufassung des Landesjagdgesetzes unterstützt. Die Kommunen als Eigentümer wünschten sich, dass sie künftig selbst festlegen könnten, wie viele Sikatiere in ihren eigenen Wäldern verträglich seien, heißt es darin. Der Bestand sei zu hoch.

Konfrontation mit Jägern

Zurzeit werden noch so genannte Abschusspläne von der Hegegemeinschaft Arnsberger-Wald und der Unteren Jagdbehörden erstellt. Die Kommunen gehen dadurch mit ihrer Forderung auf Konfrontation zu den Jägern. Sie haben schon Protest angekündigt und warnen vor einer Ausrottung der Tierart im Arnsberger Wald.