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Windkraft

Sechs Flächen sollen geprüft werden

13.02.2012 | 20:45 Uhr
Sechs Flächen sollen geprüft werden

Schmallenberg.Das Windenergiepotenzial soll in Schmallenberg so schnell wie möglich genutzt werden – das zeigte die Beratung gestern im Technischen Ausschuss. Der Tagesordnungspunkt „Ausweisung weiterer Konzentrationsflächen“ hatte auch einige Zuhörer ins Rathaus gelockt.

Kurzfristig – so heißt es in der Vorlage – sollen einige sehr gut geeignete Standorte unter der Intention des Schutzes der Wohn- und Lebensqualität und des Landschaftsbildes ausgewiesen werden. Kriterien dabei sind unter anderem: die Konzentration (auch mit Blick auf die Netzanbindung zu vertretbaren Kosten), außerdem die Windgeschwindigkeiten und die daraus resultierende Stromausbeute sowie touristische Belange (in Form der Übernachtungszahlen).

Auftrag für die Stadtverwaltung soll nun sein, einen Vorschlag zur Gewichtung der einzelnen Kriterien vorzulegen, um eine Grundlage für die Änderung des Flächennutzungsplans zu bilden.

Ziel im weiteren Verlauf ist, eine möglichst hohe kommunale Wertschöpfung zu erzielen – zum Beispiel durch eine Erlösbeteiligung umliegender Orte oder unternehmerische Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürger. Flächen, die im Eigentum der Stadt sind, werde sie zur Verfügung stellen und sich an Bürgerenergie- oder Betriebsgesellschaften – vorbehaltlich einer weiteren Entscheidung – beteiligen.

Martin Vollnhals hatte bereits im September 2011 im Rahmen seiner Masterarbeit (wir berichteten) geeignete Flächen zur Nutzung von Windkraft im Stadtgebiet vorgestellt. Dabei hat er 54 Teilflächen ermittelt mit insgesamt 2308 Hektar – elf Prozent davon entfallen auf landwirtschaftlich genutzte Flächen, 89 Prozent liegen in Nadelwaldbereichen. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen verteilen sich wiederum auf 46 Teilgebiete mit einer durchschnittlichen Größe von 5,5 Hektar.

Mit dem obersten Ziel der Konzentration – sprich große Flächen bei gleichzeitig hohen Windgeschwindigkeiten – sollen nur die Flächen weiter betrachtet werden, die größer als 80 Hektar sind. Folgende sechs mit insgesamt 986 Hektar stehen zur Verfügung: Saalhauser Berge bei Fleckenberg und Lenne, Bracht/Knüppelhagen zwischen Bödefeld und dem Henne-/Rartal, Schiershagen bei Bödefeld, Sange bei Bödefeld, Habichtsscheid bei Bödefeld, Kernebrockskopf, ebenfalls bei Bödefeld. Eine Konzentration in Bödefeld zeichnet sich deutlich ab.

Nachdem sich der Technische Ausschuss für das weitere Vorgehen ausgesprochen hat, stimmt heute, Dienstag, 14. Februar, der Rat in seiner Sitzung um 17.30 Uhr im Kleinen Saal in der Stadthalle ab.

Laura Mock

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