Schullandschaft wandelt sich

Für die Erstklässler aus Grafschaft geht es ab dem Schuljahr 2016/17 in die Grundschule Oberkirchen.
Für die Erstklässler aus Grafschaft geht es ab dem Schuljahr 2016/17 in die Grundschule Oberkirchen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Teilstandort in Westfeld schließt in rund einem Jahr. Die Schülerzahlen sinken weiter.

Schmallenberg..  In rund einem Jahr hat Schmallenberg eine eigenständige Grundschule und einen Teil-Schulstandort weniger. Die Gemeinschaftsgrundschule in Gleidorf wird dann zum Teilstandort der katholischen Grundschule Schmallenberg. Außerdem wird die Westfelder Grundschule als Dependance der Grundschule in Oberkirchen aufgegeben. So haben es die Mitglieder des Bildungs-Ausschusses beschlossen, es fehlt nun nur noch die Zustimmung des Stadtrats.

Nötig waren diese Entscheidungen, weil die Schülerzahlen seit Jahren sinken. Um die Grundschule Oberkirchen zu retten, musste ihr Ableger in Westfeld aufgegeben werden. Außerdem werden die Grafschafter Kinder ab dem Sommer 2016 in Oberkirchen eingeschult, um dort die nötigen Anmeldezahlen halten zu können. Der Ausschuss-Vorsitzende Hubertus Guntermann (CDU) lobte, „dass man in gemeinsamen Gesprächen eine so gute Lösung zum Wohle der Kinder gefunden hat.“

Ein Drittel wählt Gymnasium

Die Prognose der Schülerzahlen an den weiterführenden Schulen stimmte die Mitglieder des Ausschusses zuversichtlich – vor allem mit Blick auf das recht ausgeglichene Übergangsverhalten von der Grund- zur weiterführenden Schule.

„Wenn man die Zahlen für das kommende Schuljahr sieht, dann hat unser dreigliedriges Schulsystem doch eine Zukunft“, so Guntermann. Nach den Sommerferien wechselt etwa jeder dritte Viertklässler auf das Gymnasium oder auf die Realschule. Knapp 22 Prozent von ihnen haben die Hauptschule gewählt und 15 Prozent wechseln auf andere Schulen.

Während die Verteilung auf die einzelnen Schulformen stabil zu bleiben scheint, sinkt die Gesamtschülerzahl weiter. Während aktuell noch 1590 Jugendliche die weiterführenden Schulen in Schmallenberg besuchen, werden es im Schuljahr 2024/25 voraussichtlich nur noch 1132 sein.

Zukunft der Dreigliedrigkeit

Allerdings beruhen die Prognosen nur auf dem Anmelde-Verhalten der vergangenen Jahre. Sollten sie sich von einem Schuljahr zum nächsten drastisch ändern, könnte das auch Einschnitte bei den weiterführenden Schulen bedeuten.

Bürgermeister Bernhard Halbe betonte allerdings, dass die Stadt in so einem Fall genügend Zeit zum Handeln habe. Die Schulaufsicht habe zugesichert, dass die Stadt das Schulsystem erst ein Schuljahr nachdem veränderte Anmeldezahlen eingegangen seien, anpassen müsse.