Schützen-Nachwuchs überzeugt mit Kreativität

Die Schmallenberger Jungschützen und ihre Begleiter mit der Jury: Karl Jansen (links), Bundesoberst des Sauerländer Schützenbundes, Herbert Sollich, Marketingdirektor der Brauerei Veltins (Dritter von links) und Oliver Eickhoff, Redaktionsleiter der Westfalenpost (Fünfter von rechts).
Die Schmallenberger Jungschützen und ihre Begleiter mit der Jury: Karl Jansen (links), Bundesoberst des Sauerländer Schützenbundes, Herbert Sollich, Marketingdirektor der Brauerei Veltins (Dritter von links) und Oliver Eickhoff, Redaktionsleiter der Westfalenpost (Fünfter von rechts).
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Wie werden sich Schützenbruderschaften und -vereine in den kommenden Jahren entwickeln? So viel lässt sich bereits sagen: Vielfach rückt eine junge, kreative Generation nach.

Grevenstein..  Die nächste Generation der Schützen versucht Brauchtum und Moderne miteinander zu verbinden. Das wurde beim Wettbewerb „Innovative Schützentradition“ der Brauerei Veltins deutlich. 15 000 Euro an Preisgeld wurden jetzt an die drei Sieger ausgeschüttet.

„Hier bewegt sich viel“, freute sich Pressesprecher Ulrich Biene als Moderator der Verleihung. „Jüngere Schützen sind zunehmend in den Vorständen vertreten. Feste und Vereine haben sich dadurch auch verändert.“ Zahlreiche Beispiele für positive Entwicklungen kamen beim Ideenwettbewerb der Brauerei zusammen. Eine Jury wählte die besten Konzepte aus.

Schmallenberg: 7500 Euro

Platz eins erreichte die Schützengesellschaft Schmallenberg. Allein die Anzahl an Jungschützen ist mit 120 überdurchschnittlich hoch. Die Idee des Nachwuchses: ein „Fest für alle“, zusätzlich zum Schützenfest. Jeder soll mitfeiern, Schützen und Nicht-Schützen gleichermaßen. Am Vatertag soll die Veranstaltung im neu gestalteten Kurpark ausgerichtet werden – „ein wunderbarer Ort im Herzen der Stadt“, schwärmen die Jungschützen. Ganz nebenbei überzeugten sie mit einer weiteren Initiative: Sie wollen einen Shop im Internet einrichten, über den alles vertrieben werden soll, was der Schmallenberger Schütze braucht – vom Hemd bis zur Krawatte. 7000 Euro erhalten die Schmallenberger Jungschützen als Preis.

Langscheid: 4500 Euro

Platz zwei und damit ein Preisgeld in Höhe von 4500 Euro ging an die Schützenbruderschaft St. Antonius Langscheid/Sorpesee bei Sundern. Die Idee des dortigen Nachwuchses: Statt der traditionellen Feten, die rückläufig waren, wurde eine neue Party für Jung und Alt entwickelt. „Sorpe Ahoi“ ist dabei entstanden. Die Resonanz im vergangenen Jahre war überwältigend. Vorbildlich: Der Erlös fließt nicht in die eigene Bruderschaft, sondern wird an verschiedene Vereine im Dorf weitergegeben, um das soziale Leben am Sorpesee zu stärken.

Langewiese: 3500 Euro

Langewiese bei Winterberg kam auf Platz drei. Bemerkenswert: Der Schützenverein hat 460 Mitglieder bei einer Einwohnerzahl von 420. Auch hier haben sich die Jungschützen intensive Gedanken um eine Aufwertung der Veranstaltungen im Kalenderjahr gemacht.

Das Preisgeld in Höhe von 3500 Euro soll unter anderem für den Aufbau eines Biergartens zum Vogelschießen, ein Feuerwerk während des Mondscheinwalzers beim Schützenfest und für die eigene Internet- und Facebook-Seite verwendet werden.

Sonderpreis

Einen Sonderpreis in Höhe von 500 Euro erhielt die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Volkringhausen bei Balve. Die Jungschützen sammelten unter anderem mit einer „All for One“-Party Gelder für die Rehabilitation eines 20-jährigen Schützenbruders, der im vergangenen Jahr bei einem Sturz während des Vogelschießens schwer verunglückt war.