Schon wieder Probleme beim Sportplatz-Bau

Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Am neuen Rasenplatz des TuS Velmede-Bestwig haben sich erneut Erdmassen verselbstständigt.

Bestwig..  Wie TuS-Vorsitzender Jörg Fröhling auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigt, hat sich diesmal etwa drei Meter unterhalb der Oberkante Erde gelöst. Es handele sich dabei aber nicht um Meter tiefe Risse, wie der Bestwiger Christoph Nieder in einem Brief an unsere Zeitung schreibt. Fröhling gibt zu: Die Sache sehe bedrohlich aus. Sie sei aber keineswegs vergleichbar mit dem Vorfall im August 2013. Sie stehe damit auch nicht im Zusammenhang.

Rohrbruch

Damals hatten nach einem Rohrbruch erhebliche Mengen Wasser Erdreich vom hoch gelegenen Sportplatz auf die benachbarten Tennisplätze, einen Spazierweg, eine Gartenanlage und auf die Laufbahn des bestehenden Sportplatzes gespült. Ursache diesmal sei hingegen wasserundurchlässiges Material, das verbaut worden sei. Dabei handele es sich um Boden mit einem zu hohen Lehmgehalt. Das Wasser sei bis auf drei Meter Tiefe abgesickert. Dort habe es den Boden quasi wie einen Korken aus der Flasche herausgedrückt, so Fröhling. Das habe ein Diplom-Geologe als unabhängiger Gutachter inzwischen bestätigt. Fröhling geht von rund zehn Kubikmetern Erde aus, die herausgespült worden sind. Verglichen mit einem Auto handele es sich eher um einen Lackschaden als um eine Delle, soll der Gutachter laut Fröhling bei einem Ortstermin gesagt haben. Das Gelände sei nach wie vor standsicher. Es gehe keine Gefahr von ihm aus.

Baumangel

Letztlich sei der Vorfall ein Baumangel und damit Sache des ausführenden Unternehmens und nicht des TuS Velmede-Bestwig, so Fröhling. Das Unternehmen müsse nun eine Lösung finden, wie das Wasser abgeleitet werden kann. „Es ist nicht damit zu rechnen, dass zusätzliche Kosten auf den Verein zukommen werden“, so Fröhling.

Christoph Nieder wirft den Verantwortlichen indes vor, „sich die Sache schönzureden“. Seiner Ansicht nach liege die Ursache klar auf der Hand: „Sand war und ist als Fundament völlig ungeeignet“, schreibt er. TuS-Vorsitzender Jörg Fröhling weist das zurück: „Der Sandkern liegt in sechs Metern Tiefe und damit deutlich tiefer als das jetzt herausgespülte Erdreich.