Schönstes Kostüm beim Kinder-Karneval im Kolpinghaus

Die Maske sitzt bei diesem kleinen Ninja-Turtle.
Die Maske sitzt bei diesem kleinen Ninja-Turtle.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Tanzgarden, Showeinlagen, Preisverleihung und jede Menge Verkleidungen: Teilnehmerrekord.

Meschede..  Der kleine Marienkäfer ist noch ganz verschlafen. Er steht vorne an der Bühne im Kolpinghaus und gähnt über das ganze Gesicht. Aber Musik macht müde Mini-Karnevalisten munter. Neben ihm flirtet die kleine Teufelin mit dem Wollhelm-Ritter und so langsam kommen die Beine in Schwung. Beim Kinderkarneval kann man auch gähnend tanzen. Das gibt sich.

Gleich steht der Einzug der Mäuse-Tanzgarde als erster Programmpunkt an und Maximilian Wrede bekommt noch letzte Instruktionen von der Mama. Ohne Maximilian passiert nichts auf der Bühne, er ist der Gardeoffizier und gibt das Startkommando. „Einmal um die ganze Bühne?“, fragt der Kleine. „Alle hinter Dir her und dann einmal rum“, sagt Mama. „Einverstanden?“ Maximilian ist einverstanden, stoisch stemmt er die Hand in die Hüfte und wartet im Scheinwerferlicht, bis die Mädels hinter ihm auf Position sind. „Garde, tanzt“, kommandiert er noch etwas verlegen. Und die Garde tanzt.

Leicht zerknautschte Superhelden

Beim Einzug der Garden sind die schönen Kostüme gleich wieder leicht ramponiert. Es fliegen schließlich reichlich Süßigkeiten – Dutzende Minions, Löwen, Feuerwehrleute rutschen auf Knien durch die Halle und sammeln den Schnuck auf. Mama, Papa, Oma oder Opa geben bei der Kostümprämierung letzte Regieanweisungen: Hüte, Mützen und Masken gerade aufsetzen, die Teilnahmekarte nicht vors Gesicht halten. 80 Kinder bewerben sich allein in der Altersklasse 6 bis 12 Jahre um den Preis fürs beste Kostüm – Rekord, freuen sich die Organisatoren von Kolpingsfamilie und Stadtmarketing. Einige kleine Superhelden sehen noch etwas zerknautscht aus, so alleine auf der Bühne. Aber auch das gibt sich.