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Flüchtlingshilfe

Schmallenberger Helfer sind weiter engagiert

16.01.2016 | 10:00 Uhr
Schmallenberger Helfer sind weiter engagiert
Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern sitzen an einer Kaffeetafel. Die Caritas Schmallenberg wünscht sich viele Schmallenberger und Neubürger für das erste Multi-Kulti-Café am heutigen Samstag.Foto: Rainer Raffalski

Schmallenberg.  Auch die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln haben die Hilfsbereitschaft in Schmallenberg nicht beeinträchtigt. Samstag findet das erste Multi-Kulti-Café statt.

Neben der Erstversorgung der Flüchtlinge sowie Hilfen im Alltag, hat sich die Caritas in Schmallenberg jetzt dem Thema Integration angenommen. Im Alexanderhaus soll nun regelmäßig ein Multi-Kulti-Café stattfinden, heute um 15 Uhr zum ersten Mal. Über die Gründe und auch darüber, wie die Stimmung unter den Helfern in Schmallenberg aktuell ist, spricht die Caritas-Vorsitzende, Ursula Heyer, im Interview mit unserer Zeitung.

Hintergrund
Einladung

Flüchtlinge wie Schmallenberger sind für heute, Samstag, 16. Januar, von 15 bis 17 Uhr herzlich willkommen im Alexanderhaus. Es gibt Kaffee, von den Helfern selbst gebackene Kuchen und hoffentlich viele nette Gespräche.

Es gibt ein Spendenkonto bei der Caritaskonferenz Schmallenberg speziell für die Flüchtlingshilfe: Kontonummer 00 100 800, Stadtsparkasse Schmallenberg, BLZ 46052855, IBAN:  DE 17460528550000100800

Trüben die Vorfälle in der Silvesternacht in Köln die Stimmung unter den Ehrenamtlichen in Schmallenberg?

Ursula Heyer: Ich kann nur für die Helfer der Caritas sprechen – da aber ein klares Nein. Im Gegenteil. Es kommen immer noch neue hinzu.

Wie kam es denn dazu, dass die Caritas jetzt auch noch das Multi-Kulti-Café organisiert?

Darüber nachgedacht haben wir bereits im November, dann haben wir aber zunächst den Caritas-Laden „Schatztruhe“ in der Weststraße in Schmallenberg eröffnet und uns das Projekt Multi-Kulti-Café fürs neue Jahr vorgenommen. Die Idee stammt ja auch nicht von uns, die Fredeburger Caritas zum Beispiel veranstaltet schon seit einiger Zeit solche Treffen.

Was wünschen Sie sich zum Start des Multi-Kulti-Cafés?

Wir möchten den Kontakt zwischen Flüchtlingen und Schmallenbergern herstellen und so die Integration fördern. Daher wäre es schön, wenn auch viele Schmallenberger ins Café kommen würden. Das Ganze muss natürlich erst anlaufen und braucht sicherlich etwas Zeit. Einmal monatlich wollen wir zum Multi-Kulti-Café einladen.

Wie ist der Kleider-Laden der Caritas denn angelaufen?

Das läuft so gut, das kann man sich gar nicht vorstellen. Gerade erst haben wir wieder 20 junge Männer erstausgestattet, die jetzt in Gleidorf untergekommen sind. Der Laden ist aber ein Angebot für alle Bedürftigen, das ist uns ganz wichtig. Wir bekommen außerdem sehr viele Kleiderspenden und bieten in der „Schatztruhe“ ausschließlich gut erhaltene Sachen an. Im Vorbeigehen wirkt der Laden mit den großen Schaufenstern wie ein ganz normales Bekleidungsgeschäft, auch weil wir die Einrichtung des vorherigen Herrenausstatters übernehmen durften - das ist schon eine tolle Sache.

Und wie sieht es personell aus?

Mit mehr als 30 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Laden sind wir wirklich gut aufgestellt.

Die Caritas-Helfer sind überwiegend weiblich und auch in den Flüchtlingsunterkünften im Einsatz, die Bewohner dort sind zum Großteil männlich. Gab es da schon mal Probleme aufgrund kultureller Unterschiede und deutlich anderen Frauenbildern zumindest in einigen Herkunftsländern?

Nein, zum Glück nicht.

Die Caritas hilft bei der Erstversorgung der Flüchtlinge, unterstützt im Alltag und will nun auch die Integration fördern. Was muss aus Ihrer Sicht noch geschehen?

Wir als Caritas können da eher wenig tun. Aber es ist jetzt wichtig, dass sich Firmen bereit erklären, Flüchtlingen eine Hospitation zu ermöglichen. So kann man ihnen einen Einblick in den deutschen Arbeitsmarkt ermöglichen – und eine Beschäftigung geben.

Laura Nowicki

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Schmallenberger Helfer sind weiter engagiert
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2016-01-16 10:00
Nachrichten aus Meschede, Eslohe, Bestwig und Schmallenberg