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„Schick dein Essen doch nach Afrika“

17.10.2012 | 12:22 Uhr
„Schick dein Essen doch nach Afrika“
Jeden Tag landen gute Lebensmittel in der Mülltonne.Foto: Archiv

Meschede  Jeder Mensch auf der Welt könnte jeden Tag satt werden. Der „Resterechner“ will für das Problem der weggeworfenen Lebensmittel sensibilisieren.

Dass wir mitten in einer riesigen Wegwerfgesellschaft leben ist ja allgemein bekannt. Auch, dass überhöhte Ansprüche der Kunden den Weltmarktpreis für Lebensmittel exorbitant in die Höhe schießen und ihn auch da verweilen lassen, bis er die nächste Spitze erreichen soll. Wieso ist es denn eigentlich so wichtig, randvoll gefüllte Brotregale oder Massen von frischem, dazu auch noch makellosem Obst und Gemüse zehn Minuten vor Ladenschluss zu haben? Alles, was in den letzten zehn Minuten nicht verkauft wird landet anschließend - nachdem diese zehn Minuten rasant vergangen sind - im Müll. Es ist auch bekannt, dass jeder Mensch auf der Welt jeden Tag satt werden könnte. Tja, dann schick dein Essen doch nach Afrika.

Ja, nein. Ich habe einen Resterechner im Internet entdeckt (www.resterechner.de). Hier kann man buchstäblich „Sachen in die Tonne“ schmeißen. Man wirft ja nicht nur Essen weg, sondern auch Geld und Energie. Energie, die man für etwa eine Million andere Dinge brauchen könnte. Der Rechner spuckt auch solche möglichen Alternativen aus, beispielsweise kann man für ein weggeworfenes Brötchen 156,5 Stunden Musik hören. 200 Gramm Schweinefleisch lassen dich 2,54 Kilometer mit dem Flugzeug fliegen. Fast schon irrationale Dimensionen. Der Rechner will kein schlechtes Gewissen machen, das bringt nichts. Niemand lässt sich gern die eigenen Fehler oder Unzulänglichkeiten an den Kopf werfen, aber Sensibilisierung in Sachen Wegwerfgesellschaft und Konsum ist wichtig.

von Victoria Becker

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„Schick dein Essen doch nach Afrika“
„Schick dein Essen doch nach Afrika“
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2012-10-17 12:22
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