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Fruchtiges aus dem Sauerland

Saft aus drei Tonnen Beeren

06.10.2012 | 06:00 Uhr
Saft aus drei Tonnen Beeren
Helena Fromm beim Besuch auf der Holunderbeeren-Plantage von Michael Schütte.Foto: Jürgen Kortmann

Eversberg.   Und so hat auch eine Bronzemedaille den Weg ins Golddorf nach Eversberg gefunden. Denn Michael Schütte unterstützt die Sportlerin Helena Fromm, Helena Fromm hilft dafür wiederum dem Eversberger Holunderbeer-Anbauer Michael Schütte.

Und so hat auch eine Bronzemedaille den Weg ins Golddorf nach Eversberg gefunden. Denn Michael Schütte unterstützt die Sportlerin Helena Fromm, Helena Fromm hilft dafür wiederum dem Eversberger Holunderbeer-Anbauer Michael Schütte.

Schütte hat mit Hilfe der Familie und Verwandten seine Ernte eingebracht. Mehr als drei Tonnen der kleinen schwarzen, herben Beere. Wie berichtet, ist Schütte der einzige in der Region, der seit 2011 Holunderbeeren in großem Stil anbaut.

Neue Regionalprodukte auf dem Markt

Jetzt sind sie in flüssiger Form auch als neues Regionalprodukt auf dem Markt: „Fruchtiges aus dem Sauerland“ heißt seine Holunderserie. Sie besteht aus dem „Beerenzauber“, einem Sirup aus der Beere („über Vanilleeis als Krönung“, ist eine von Schüttes Empfehlungen), „Beerenstark“ als reinem Holunderbeerensaft ohne Zusatz (zum Beispiel für Gelee oder die Verfeinerung von Soßen gedacht) sowie dem „Blütenrausch“, einem Sirup aus den Holunderblüten, zum Beispiel im Trendgetränk „Hugo“. Ab sofort kann man seine Serie, jeweils in Halbliterflaschen, auch kaufen: Direkt bei ihm oder im gehobenen Handel, dazu hat Schütte schon feste Abnehmer in der Gastronomie gefunden. „Das war schon ein langer Weg“, sagt Schütte rückblickend von der zunächst verrückten Idee bis zum jetzt verkaufsfertigen Produkt.

Und auch um die Vermarktung musste sich Schütte kümmern. „Irgendwann musste ich mich auch fragen, wie ich junge Leute erreichen könnte“, meint der Gartenbauer und Landwirt.

Selbst ist er eigentlich kein Freund des „Facebook“-Netzwerkes, aber er erfuhr, dass Helena Fromm dort 10 000 Freunde habe. Schütte war über ihren Manager, den Schmallenberger Hermann-Josef Hoffe, auf die Taekwondo-Sportlerin aufmerksam geworden, die in London die olympische Bronze-Medaille erkämpft hatte. Die Oeventroperin ist jetzt Botschafterin für die Initiative „Homebase Sauerland“, die ihr wiederum hilft, Geldgeber zu akquirieren. Auch der Eversberger Schütte steht nun auf dieser Unterstützerliste.

Beim Besuch auf der Schütte-Plantage in Eversberg sagt die junge Sportlerin, „ich muss immer auf der Suche sein, dass ein Unternehmen meinen Weg begleitet“. In ihrer Randsportart sind das eben kleinere und mittlere Unternehmen, die sie für sich begeistert. Ihr großes Ziel ist es, bei der nächsten Olympiade 2016 in Brasilien wieder dabei zu sein. Michael Schütte kann jetzt auch mit dem Foto der sympathischen Sportlerin werben: „Gesunde Produkte passen zu einer jungen Sportlerin“, sagt sie. Holunderbeerensaft kennt sie selbst, verdünnt mit Mineralwasser. Mutter Petra ergänzt, „der schmeckt auch mit Sekt“.

Nach Eversberg hat Helena Fromm ihre Bronze-Medaille mitgebracht. Einen festen Platz gibt es dafür noch nicht, die Mutter hat sie in einer blauen Schatulle in der Tasche dabei: „Das Größte ist immer, wenn ich die Medaille zeige“, sagt Helena Fromm – gleich, ob sie beim Bankvorstand ist oder im Kindergarten. So viele Hände haben ihre Medaille inzwischen berührt: Da steckt schon ein Zauber dahinter.

Von Jürgen Kortmann

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2012-10-06 06:00
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