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Stadtentwicklung

Ruhrstraße in Meschede: Die Mauern könnten weg

25.10.2012 | 18:05 Uhr
Ruhrstraße in Meschede: Die Mauern könnten weg

Meschede.   Es wird viel gebaut und verändert in der Innenstadt, nur in der Fußgängerzone bleibt alles wie bisher. Doch auch dort könnte sich das Stadtbild verändern. Voraussetzung dafür: Anlieger und Kaufleute ergreifen die Initiative und beteiligen sich. „Dann wären wir offen für viele Überlegungen“, sagte Bürgermeister Uli Hess im Gespräch mit unserer Zeitung.

Schon mehrfach hatte es Versuche gegeben, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und sich auf ein Konzept zu verständigen. Es gab Pläne für „Werkstattgespräche“ in lockerer Atmosphäre, es gab das „Forum Ruhrstraße“, jetzt hofft Hess, dass das Regionale-Projekt mit Freilegung der Henne auch neue Impulse für die Fußgängerzone bringt. Das Stadtmarketing könnte die Gespräche nach Vorstellung des Bürgermeisters koordinieren.

Bisher gibt es keine konkreten Pläne. Hess ist daher zunächst einmal für alle Wünsche offen: sei es ein neues Pflaster, neu gestaltete Fassaden oder eine ganz neue Gestaltung der Fußgängerzone. Allerdings: „Es müssen Drittmittel fließen, sonst geht es nicht“, betont er. Das können Fördergelder oder freiwillige Beiträge der Anlieger sein, so sieht es auch ein Ratsbeschluss zu dem Thema vor.

Besonders die „Ziermauern“ in der Fußgängerzone werden immer wieder kritisiert: zu dunkel, zu verengend, optisch unschön. Auch sie könnten, wenn es die Gewerbetreibenden und Anlieger wünschen, verschwinden. 1984 waren sie bei der Umgestaltung der Ruhrstraße angelegt worden. Auch damals waren Fördergelder gezahlt worden - sie hätten bei einem Abriss binnen 25 Jahren zurückbezahlt werden müssen. Inzwischen ist die Frist abgelaufen: Die Mauern könnten weg.

Zumindest an einer Stelle wird es in Kürze dazu kommen: Die Ziermauer an der nördlichen Seite der Ruhrstraße, an der Abbiegung zum Rathaus, wird im Rahmen der Regionale-Umgestaltung abgerissen. Das wird übrigens ein kleiner Kraftakt: die Mauern sind mit einem Betonkern tief im Boden verankert.

Oliver Eickhoff

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Kommentare
27.10.2012
00:09
Ruhrstraße: Die Mauern könnten weg
von Dema2012 | #2

In Meschede passiert viel - nur nicht das offensichtliche sinnvolle.
Da macht man ein auf klein Amsterdam,einbißchen mehr Flair in die Stadt bringen, durch die offene Henne und das drum herum.
Ok, mag hinterher vielleicht schön sein, welches auch im Auge des Betrachters liegt.
Man hofft das durch die offene Henne was neues gibt mit dem Hertiegebäude, doch viele wissen was in Meschede passiert, doch hat schon jemand zwischdurch Interesse gezeigt?
Ich und in Meschede einkaufen, bummeln oder spazieren? -warum? Nur wenn ich muss! Und direkt zum Artikel denke ich, der Herr Bürgermeister möchte wieder etwas optisch verändern - wieder mal nur optisch! Bittet aber um Vorschläge und Beihilfen doch komischerweise hab ich den Eindruck, nur da wo der Herr Bürgermeister möchte. Man muss nicht nur schönes bieten sondern auch Nutzbar machen. Wenn alles zum Positiven geschieht - dann mein Respekt! Habe da aber noch so meine Zweifel.

26.10.2012
18:44
Ruhrstraße: Die Mauern könnten weg
von altesmeschedermaedchen | #1

Ich freue mich schon heute auf den von Herrn Hess bevorzugten Bauhausstil, nämlich alles begradigen, alles betonieren und das ganze dann auch noch schön finden. Mit diesem Konzept hält es niemanden in Meschede und vor allem zieht es niemanden hierhin. Es gibt nichts zu sehen, was das Auge eines Ästheten erfreuen könnte. Machen Sie weiter so, Herr Bürgermeister. Mein Aufruf an die SPD und andere Parteien. Legt Euch ins Zeug, dass nicht nur die CDU in Meschede das Sagen hat. Macht Euch Gedanken, wie man Meschede wirklich wieder schön machen könnte. Die meisten erfreuen sich an einer natürlichen Umgebung mit viel Grün. Man kann aber auch alles platt machen. Vielen Dank dafür. Und als ich eben an der Henne vorbeikam, dachte ich im Stillen:"Das Wasser liegt tief, so tief, dass man nicht ran kann."

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